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BaFin warnt vor gefälschten Anrufen: Betrüger nutzen echte Telefonnummern der Finanzaufsicht

geralt (CC0), Pixabay

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt seit dem 18. September 2026 vor einer besonders täuschenden Betrugsmasche. Unbekannte Personen rufen Verbraucher im Namen der BaFin an und versuchen, an persönliche und sensible Daten zu gelangen.

Das Gefährliche dabei: Auf dem Telefondisplay kann tatsächlich die echte Telefonnummer des BaFin-Verbrauchertelefons oder der BaFin-Telefonzentrale erscheinen. Der Anruf stammt trotzdem nicht von der Finanzaufsicht.

Betrüger manipulieren angezeigte Telefonnummer

Hinter der Masche steckt sogenanntes Call-ID-Spoofing. Dabei manipulieren Kriminelle die übermittelte Rufnummer so, dass beim Angerufenen eine andere Telefonnummer angezeigt wird.

Im aktuellen Fall verwenden die Täter Telefonnummern, die tatsächlich zur BaFin gehören. Wer die angezeigte Nummer überprüft, kann deshalb feststellen, dass es sich scheinbar um eine offizielle Rufnummer der deutschen Finanzaufsicht handelt.

Genau damit versuchen die Betrüger, Vertrauen aufzubauen.

Die Anzeige einer echten BaFin-Telefonnummer auf dem Display bedeutet daher nicht, dass der Anruf tatsächlich von der BaFin stammt.

BaFin ruft Privatpersonen nicht unaufgefordert an

Die Finanzaufsicht stellt ausdrücklich klar, dass sie Privatpersonen nicht unaufgefordert telefonisch kontaktiert.

Ebenso wichtig: Die BaFin beauftragt auch keine anderen Personen oder Unternehmen, Verbraucher in ihrem Namen anzurufen.

Wer ohne vorherigen eigenen Kontakt einen angeblichen Anruf der BaFin erhält, sollte deshalb äußerst misstrauisch sein – auch wenn auf dem Display eine tatsächlich existierende Telefonnummer der Behörde erscheint.

Keine persönlichen Daten am Telefon nennen

Verbraucher sollten bei solchen Anrufen keine persönlichen oder sensiblen Informationen preisgeben. Dazu gehören insbesondere Bank- und Kreditkartendaten, Zugangsdaten zum Onlinebanking, TAN-Nummern, Passwörter sowie Angaben aus Personalausweis oder Reisepass.

Auch auf Aufforderungen zu Überweisungen oder sonstigen finanziellen Handlungen sollte nicht eingegangen werden.

Im Zweifel sollte das Gespräch beendet werden. Wer überprüfen möchte, ob tatsächlich ein Vorgang bei der BaFin besteht, sollte die Behörde anschließend selbstständig über die offiziellen Kontaktdaten kontaktieren und nicht eine vom Anrufer genannte Telefonnummer verwenden.

Bei Betrugsversuch Anzeige erstatten

Wer einen solchen Anruf erhält und einen Betrugsversuch vermutet, sollte den Vorfall dokumentieren. Hilfreich können beispielsweise Zeitpunkt des Anrufs, angezeigte Telefonnummer und Angaben zum Gesprächsinhalt sein.

Die BaFin empfiehlt Betroffenen ausdrücklich, bei einem Betrugsversuch Anzeige bei der Polizei oder Staatsanwaltschaft zu erstatten.

Fazit

Die BaFin warnt vor gefälschten Telefonanrufen in ihrem Namen. Kriminelle manipulieren die Rufnummernanzeige und lassen auf dem Display die echte Nummer des BaFin-Verbrauchertelefons oder der BaFin-Telefonzentrale erscheinen.

Die wichtigste Information der Finanzaufsicht lautet: Die BaFin kontaktiert Privatpersonen nicht unaufgefordert telefonisch und beauftragt auch keine Dritten damit.

Verbraucher sollten sich deshalb nicht von einer scheinbar echten Behördennummer täuschen lassen und niemals persönliche, sensible oder finanzielle Daten aufgrund eines unerwarteten Telefonanrufs preisgeben.

 

 

Hier die Bafin-Meldung:

Bafin warnt vor gefälschten Anrufen des Verbrauchertelefons

Betrügerinnen und Betrüger rufen im Namen der Bafin an. Sie nutzen die Nummer des Verbrauchertelefons und versuchen an persönliche Daten von Verbraucherinnen und Verbrauchern zu gelangen.

18.09.2026

Unbekannte Personen kontaktieren unter der Telefonnummer des Bafin-Verbrauchertelefons und der Bafin-Telefonzentrale Verbraucherinnen und Verbraucher. Es handelt sich um Call-ID-Spoofing. Hierbei erscheint auf dem Telefon-Display der Betroffenen eine echte Telefonnummer.

Oft nutzen Kriminelle dabei eine vertrauensvolle Quelle, wie zum Beispiel die Telefonnummer des Bafin-Verbrauchertelefons oder der Bafin-Zentrale. Die Kriminellen wollen so das Vertrauen der Betroffenen wecken und sie dazu bringen, ihre Forderungen zu erfüllen.

Die Bafin weist darauf hin, dass sie Privatpersonen nicht unaufgefordert telefonisch kontaktiert. Sie beauftragt auch keine Dritten damit.

Verbraucherinnen und Verbraucher sollten niemals am Telefon persönliche und sensible Daten preisgeben und im Fall eines Betrugsversuchs Anzeige bei der Polizei oder Staatsanwaltschaft erstatten.

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