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25 Jahre nach 9/11: Zehntausende leiden bis heute unter den gesundheitlichen Folgen

WikiImages (CC0), Pixabay

25 Jahre nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 zeigt sich immer deutlicher, wie lange die gesundheitlichen Folgen der Katastrophe nachwirken. Tausende Feuerwehrleute, Polizisten, Rettungskräfte, Helfer und Überlebende erkrankten nach dem Kontakt mit Staub, Rauch und Schadstoffen am World Trade Center. Bis heute kommen neue Diagnosen hinzu.

Zum 25. Jahrestag wird bei der Gedenkveranstaltung in New York deshalb erstmals ein siebter Moment der Stille eingeführt. Er soll an diejenigen erinnern, die nicht unmittelbar bei den Anschlägen starben, sondern später an Erkrankungen litten oder verstarben, die mit den Folgen des 11. September in Verbindung gebracht werden.

Mehr als 57.000 Menschen mit Krebs diagnostiziert

Die Dimension der gesundheitlichen Langzeitfolgen ist enorm. Im World Trade Center Health Program waren Mitte 2026 mehr als 154.000 Menschen eingeschrieben.

Bei mehr als 57.000 Einsatzkräften und Überlebenden wurde Krebs diagnostiziert. Zu den gesundheitlichen Problemen, die bei Betroffenen auftreten, gehören außerdem Atemwegserkrankungen sowie psychische Belastungen wie posttraumatische Belastungsstörungen.

Besonders erschreckend: Auch ein Vierteljahrhundert nach den Anschlägen werden weiterhin neue Erkrankungen festgestellt. Innerhalb der zwölf Monate bis Ende Juni 2026 wurden bei mehr als 7.000 Ersthelfern gesundheitliche Beschwerden neu durch das Gesundheitsprogramm anerkannt.

Der Staub von Ground Zero wurde zum langfristigen Gesundheitsrisiko

Nach dem Einsturz der beiden Türme des World Trade Centers breitete sich eine gewaltige Staub- und Trümmerwolke über Teile Manhattans aus. Feuerwehrleute, Polizisten und andere Helfer arbeiteten anschließend teilweise über Wochen und Monate zwischen den Trümmern.

Dabei kamen viele von ihnen mit Staub und verschiedenen Schadstoffen in Kontakt. Welche gesundheitlichen Folgen diese Belastung Jahre oder Jahrzehnte später haben würde, war für viele damals nicht absehbar.

Heute werden Krebs, Atemwegserkrankungen und weitere gesundheitliche Probleme mit den damaligen Belastungen in Verbindung gebracht.

Neue Unterlagen zur Luftqualität sorgen für Aufsehen

Kurz vor dem 25. Jahrestag wurden in New York zudem mehr als 170.000 Seiten bislang nicht veröffentlichter Unterlagen zugänglich gemacht.

Sie betreffen unter anderem die damalige Luftqualität rund um Ground Zero und den Umgang der Behörden mit den vorhandenen Informationen. Die Dokumente haben die Diskussion darüber neu entfacht, wie Einsatzkräfte, Anwohner und Beschäftigte nach den Anschlägen über mögliche Gesundheitsgefahren informiert wurden.

Der Kampf um Hilfe dauerte Jahre

Viele Betroffene kämpften jahrelang um Anerkennung, medizinische Versorgung und finanzielle Unterstützung.

2011 wurde schließlich das World Trade Center Health Program geschaffen. Es ermöglicht die medizinische Überwachung und Behandlung von Menschen mit anerkannten gesundheitlichen Folgen im Zusammenhang mit den Anschlägen und den anschließenden Rettungs- und Aufräumarbeiten.

Mehr als 95.000 Ersthelfer waren Mitte 2026 in dem Programm registriert. Hinzu kommen Zehntausende weitere Überlebende.

Die Zahl der Betroffenen könnte noch deutlich höher sein

Ein Problem bleibt: Menschen, die erst Jahrzehnte später erkranken, bringen ihre gesundheitlichen Beschwerden möglicherweise nicht mehr mit den Ereignissen des 11. September 2001 in Verbindung.

Schätzungen zufolge könnten rund 400.000 Menschen, die damals im Umfeld des World Trade Centers lebten oder arbeiteten, grundsätzlich zur Gruppe der Überlebenden gehören, die für entsprechende Gesundheitsprogramme infrage kommen.

Siebter Moment der Stille erinnert an die späteren Opfer

Bei den jährlichen Gedenkfeiern am Ground Zero erinnern traditionell sechs Momente der Stille an entscheidende Augenblicke des 11. September – darunter die Einschläge der entführten Flugzeuge und der Einsturz der beiden Türme.

Zum 25. Jahrestag kommt ein siebter Moment des Gedenkens hinzu. Er richtet den Blick auf jene Menschen, deren Leidensgeschichte erst Jahre nach der Katastrophe sichtbar wurde.

Damit bekommt das Gedenken eine zusätzliche Dimension: Der 11. September forderte nicht nur an diesem einen Tag Tausende Menschenleben. Für viele Einsatzkräfte, Überlebende und ihre Familien wirken die gesundheitlichen Folgen 25 Jahre später noch immer nach.

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