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CSSF warnt vor Identitätsmissbrauch: Betrüger treten unter dem Namen von ADEPA ASSET MANAGEMENT auf

DanXaw (CC0), Pixabay

Im Mittelpunkt der Warnung steht die Internetseite adepalgo.com. Darüber hinaus nennt die CSSF die E-Mail-Adressen info@adepalgo.com und support@adepalgo.com sowie die Telefonnummer +44 7346 737153 als Kontaktdaten, die im Zusammenhang mit den beanstandeten Aktivitäten verwendet werden.

Besonders wichtig für Anleger: Hinter diesen Kontaktdaten steht nach Angaben der Finanzaufsicht nicht die echte ADEPA ASSET MANAGEMENT S.A. Vielmehr sollen unbekannte Personen die Identität der Gesellschaft rechtsmissbräuchlich verwenden.

Echte Gesellschaft ist reguliert

Der Fall ist für Verbraucher besonders tückisch, weil tatsächlich eine Gesellschaft mit dem Namen ADEPA ASSET MANAGEMENT S.A. existiert.

Diese ist nach den von der CSSF veröffentlichten Informationen ein zugelassener Manager alternativer Investmentfonds. Zudem verfügt sie über eine Zulassung als Verwaltungsgesellschaft gemäß Kapitel 15 des luxemburgischen Gesetzes vom 17. Dezember 2010.

Genau diese tatsächlich vorhandene und regulierte Gesellschaft wird offenbar zur Täuschung potenzieller Kunden instrumentalisiert.

Die CSSF stellt deshalb ausdrücklich klar: ADEPA ASSET MANAGEMENT S.A. hat keine Verbindung zu den über adepalgo.com beziehungsweise die genannten Kontaktdaten betriebenen Aktivitäten.

Eine bekannte Firmenidentität kann Vertrauen schaffen

Identitätsmissbrauch im Finanzbereich kann für Anleger schwer zu erkennen sein. Verbraucher recherchieren beispielsweise einen Firmennamen und stellen fest, dass das betreffende Unternehmen tatsächlich existiert und von einer Finanzaufsichtsbehörde zugelassen ist.

Das allein reicht jedoch nicht aus.

Entscheidend ist, ob die Website, die E-Mail-Adresse und die Person, mit der ein Anleger kommuniziert, tatsächlich zu dem regulierten Unternehmen gehören. Betrüger können öffentlich zugängliche Firmennamen und Unternehmensinformationen verwenden, um ihren Angeboten den Anschein von Seriosität zu verleihen.

Im aktuellen Fall ist die Abgrenzung besonders deutlich: Die CSSF bezeichnet die oben genannten Aktivitäten ausdrücklich als Identitätsdiebstahl beziehungsweise Identitätsmissbrauch und trennt sie von der echten ADEPA ASSET MANAGEMENT S.A.

Vorsicht bei adepalgo.com

Wer über adepalgo.com angesprochen wurde oder E-Mails von den Adressen info@adepalgo.com beziehungsweise support@adepalgo.com erhalten hat, sollte die aktuelle CSSF-Warnung berücksichtigen.

Gleiches gilt für Kontakte über die von der Behörde genannte britische Telefonnummer +44 7346 737153.

Verbraucher sollten dabei nicht ausschließlich die Kontaktdaten benutzen, die ihnen ein vermeintlicher Berater geschickt hat. Wer überprüfen möchte, ob ein Angebot tatsächlich von einem regulierten Finanzunternehmen stammt, sollte dessen offizielle Kontaktdaten unabhängig über die zuständige Finanzaufsicht ermitteln und das Unternehmen direkt kontaktieren.

Bereits Geld überwiesen? Unterlagen sichern

Wer im Zusammenhang mit dem Angebot bereits Geld überwiesen hat, sollte insbesondere keine weiteren Zahlungen allein aufgrund von Aufforderungen vermeintlicher Ansprechpartner leisten. Wichtig ist außerdem, sämtliche vorhandenen Beweise aufzubewahren.

Dazu gehören beispielsweise Überweisungsbelege, Kontodaten des Zahlungsempfängers, Verträge, E-Mails und Chatnachrichten sowie Namen und Telefonnummern angeblicher Berater. Auch Screenshots der Internetseite und eines eventuell eingerichteten Kundenkontos können später von Bedeutung sein.

Wurde bereits Geld transferiert, kann zudem eine schnelle Kontaktaufnahme mit der eigenen Bank oder dem verwendeten Zahlungsdienstleister sinnvoll sein, um prüfen zu lassen, welche Möglichkeiten im konkreten Fall noch bestehen.

Regulierte Firma und mutmaßliche Nachahmer nicht verwechseln

Die aktuelle CSSF-Warnung macht einen entscheidenden Unterschied deutlich: Gewarnt wird nicht vor der regulierten ADEPA ASSET MANAGEMENT S.A. selbst.

Die Behörde warnt vielmehr vor unbekannten Personen, die deren Identität missbräuchlich verwenden. Für die echte Gesellschaft veröffentlicht die CSSF entsprechende Zulassungsinformationen und stellt ausdrücklich fest, dass diese keine Verbindung zu den beanstandeten Tätigkeiten hat.

Für Anleger bedeutet das: Bei Finanzangeboten genügt es nicht, lediglich den Unternehmensnamen zu überprüfen. Domain, E-Mail-Adresse, Telefonnummer und tatsächlicher Vertragspartner müssen ebenfalls zur offiziell zugelassenen Gesellschaft gehören.

Gerade der aktuelle Fall zeigt, warum diese zusätzliche Kontrolle wichtig ist: Ein echter Firmenname und eine tatsächlich vorhandene Finanzmarkt-Zulassung können missbraucht werden, um einem völlig anderen Angebot einen seriösen Anschein zu verleihen.

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