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Venedig rollt wieder den roten Teppich aus: 21 Filme wollen einen Löwen – Werner Herzog schickt Zwillingsschwestern ins Rennen

25517478 (CC0), Pixabay

Venedig eröffnet wieder seine Filmfestspiele – zum mittlerweile 83. Mal. Am Mittwoch beginnt das traditionsreiche Festival, bei dem sich 21 Filme Hoffnungen auf die begehrten Löwen machen dürfen. Damit startet erneut jene Zeit des Jahres, in der minutenlanger Applaus, glamouröse Premieren und die Frage, welcher Film am Ende die Jury überzeugt, mindestens ebenso wichtig erscheinen wie das Wetter am Lido.

Den Vorsitz der Jury übernimmt die amerikanische Schauspielerin und Regisseurin Maggie Gyllenhaal. Sie und die übrigen Jurymitglieder müssen aus den 21 Wettbewerbsfilmen schließlich die Preisträger auswählen.

Aus deutscher Sicht richtet sich besondere Aufmerksamkeit auf Werner Herzog. Der Regisseur ist mit der internationalen Produktion „Bucking Fastard“ im Wettbewerb vertreten.

Herzog bringt dafür eine prominente Besetzung mit nach Venedig: Orlando Bloom sowie Kate und Rooney Mara spielen in dem Film. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Zwillingsschwestern, die alles miteinander teilen.

Für Herzog bedeutet die Wettbewerbsteilnahme eine weitere Station in einer außergewöhnlich langen internationalen Filmkarriere. Dass er Deutschland in Venedig vertritt, bedeutet allerdings nicht zwangsläufig, dass es sich bei „Bucking Fastard“ um eine rein deutsche Produktion handelt – in der vorliegenden Meldung wird ausdrücklich von einer internationalen Produktion gesprochen.

21 Filme und nur wenige Löwen

Für die 21 Wettbewerbsbeiträge beginnt mit der Eröffnung das Rennen um die Festivalpreise. Besonders begehrt ist traditionell der wichtigste Löwe des Festivals.

Doch Venedig ist längst mehr als eine reine Preisverleihung. Das Festival gehört zu den bedeutendsten Treffpunkten der internationalen Filmbranche. Premieren können darüber entscheiden, welche Produktionen in den kommenden Monaten besondere Aufmerksamkeit erhalten.

Eine starke Resonanz in Venedig kann einem Film einen erheblichen Schub geben – während eine schlechte Aufnahme ebenfalls ziemlich schnell um die Welt gehen kann.

Das Publikum muss dafür nicht einmal bis zur Preisverleihung warten. In der Festivalwelt besitzt schließlich auch die Länge des Premierenapplauses gelegentlich den Charakter einer eigenen wissenschaftlichen Disziplin.

Werner Herzog trifft auf Hollywood-Prominenz

Besonders interessant ist die Kombination bei „Bucking Fastard“.

Auf der einen Seite steht Werner Herzog, auf der anderen ein internationales Schauspielensemble mit Orlando Bloom sowie den Schwestern Kate und Rooney Mara. Dazu kommt eine Geschichte über Zwillingsschwestern, deren Leben außergewöhnlich eng miteinander verbunden ist.

Mehr über Handlung, Rollenverteilung und filmische Umsetzung geht aus der vorliegenden Meldung allerdings nicht hervor. Entsprechend wäre es verfrüht, daraus bereits eine detaillierte Interpretation des Films abzuleiten.

Fest steht dagegen: Herzog gehört mit seinem Film zu den 21 Kandidaten im offiziellen Wettbewerb.

Filmwelt schaut nach Venedig

Mit der 83. Ausgabe setzt Venedig seine außergewöhnlich lange Festivalgeschichte fort. Für einige Tage wird die Lagunenstadt damit wieder zum internationalen Zentrum des Kinos.

Stars kommen über das Wasser, Fotografen warten am roten Teppich, Kritiker urteilen über Premieren – und 21 Filmteams hoffen am Ende auf einen Löwen.

Für Deutschland liegt dabei ein besonderer Fokus auf Werner Herzog.

Ob „Bucking Fastard“ tatsächlich einen der begehrten Preise gewinnt, entscheidet sich erst im Verlauf des Festivals. Doch eines hat Herzog bereits geschafft:

Mit 21 Filmen im Rennen gehört seine internationale Produktion zu jener kleinen Auswahl, über die in Venedig in den kommenden Tagen besonders intensiv gesprochen werden dürfte.

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