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Kunstdiebstahl in Italien: Polizei entdeckt Werke von Renoir, Cézanne und Matisse

PIRO4D (CC0), Pixabay

Nach einem aufsehenerregenden Kunstdiebstahl in Italien hat die Polizei drei wertvolle Gemälde wiedergefunden. Die Werke waren im März aus einem Museum gestohlen worden und galten seitdem als verschwunden. Nun entdeckten Ermittler die Bilder im Haus eines Verdächtigen.

Bei den sichergestellten Kunstwerken handelt es sich um Gemälde von Pierre-Auguste Renoir, Paul Cézanne und Henri Matisse – drei der bekanntesten Namen der europäischen Kunstgeschichte. Der Fund ist damit nicht nur für die Ermittler, sondern auch für die Kunstwelt von besonderer Bedeutung.

Gemälde im Haus eines Verdächtigen entdeckt

Nach Angaben der Polizei von Parma führte die Spur schließlich zu einem Wohnhaus. Dort wurden die drei verschwundenen Bilder sichergestellt. Wie die Ermittler auf den Verdächtigen aufmerksam wurden und ob die Gemälde dort dauerhaft versteckt oder für einen Weitertransport vorbereitet worden waren, wurde zunächst nicht mitgeteilt.

Ebenso geht aus den bislang veröffentlichten Informationen nicht hervor, welchen konkreten Wert die drei Werke haben. Bei Arbeiten von Renoir, Cézanne und Matisse können allerdings bereits einzelne Gemälde auf dem internationalen Kunstmarkt erhebliche Summen erzielen.

Ermittlungen gegen neun Moldauer

Der Fall reicht offenbar über einen einzelnen Verdächtigen hinaus. Insgesamt ermitteln die italienischen Behörden gegen neun moldauische Staatsangehörige.

Fünf von ihnen sollen nach dem bisherigen Ermittlungsstand direkt an dem Einbruch in das Museum beteiligt gewesen sein. Welche Aufgaben die übrigen vier Verdächtigen übernommen haben sollen, ist bislang nicht bekannt. Denkbar wären etwa Unterstützung bei Transport oder Verstecken der Beute – entsprechende Einzelheiten sind aus den vorliegenden Angaben jedoch nicht belegt.

Warum berühmte Gemälde für Diebe zum Problem werden können

Der Diebstahl bekannter Kunstwerke hat eine Besonderheit: Ein wertvolles Gemälde lässt sich zwar stehlen, anschließend aber häufig nur schwer verkaufen.

Werke international bekannter Künstler sind dokumentiert und können nach einem Diebstahl bei Behörden, Versicherungen und auf dem Kunstmarkt als vermisst registriert werden. Ein offener Verkauf über ein renommiertes Auktionshaus oder einen etablierten Kunsthändler birgt deshalb ein erhebliches Entdeckungsrisiko.

Für Ermittler ist daher häufig besonders interessant, was die Täter nach dem Diebstahl mit der Kunst vorhatten: Sollten die Bilder verkauft, ins Ausland gebracht oder zunächst über längere Zeit versteckt werden?

Entscheidender Erfolg für die Ermittler

Mit der Sicherstellung der drei Gemälde ist zumindest ein wesentliches Ziel erreicht: Die gestohlenen Kunstwerke sind wieder aufgetaucht und können nicht mehr ohne Weiteres auf dem illegalen Markt verschwinden.

Abgeschlossen ist der Fall damit jedoch nicht. Nun müssen die italienischen Ermittler unter anderem klären, welche Rolle die neun Verdächtigen tatsächlich gespielt haben, wie der Einbruch organisiert wurde und was mit den Gemälden nach dem Diebstahl geschehen sollte.

Für das betroffene Museum dürfte vor allem eine Nachricht zählen: Drei Werke von Renoir, Cézanne und Matisse, die seit März verschwunden waren, sind wiedergefunden worden.

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