Immer wieder warnen Polizei und Verbraucherzentralen vor sogenannten falschen Kontrolleuren. Die Täter klingeln unangekündigt an Haustüren und geben sich als Mitarbeiter von Stadtwerken, Wasserwerken, Energieversorgern, Behörden oder sogar der Polizei aus. Ziel ist es häufig, sich Zugang zur Wohnung zu verschaffen, persönliche Daten auszuspähen oder Bargeld und Wertgegenstände zu stehlen.
Besonders ältere Menschen geraten dabei ins Visier der Betrüger. Die Täter treten oft seriös auf, tragen vermeintliche Dienstausweise oder Arbeitskleidung und behaupten, Leitungen kontrollieren, Zähler ablesen oder dringende technische Probleme überprüfen zu müssen. In manchen Fällen lenkt eine Person die Bewohner ab, während Komplizen unbemerkt die Wohnung durchsuchen.
Auch telefonisch kündigen sich falsche Kontrolleure häufig vorher an. Dabei versuchen sie, Druck aufzubauen oder Angst zu erzeugen. Betroffene sollen schnell handeln und die angeblichen Mitarbeiter ohne weitere Prüfung hereinlassen.
Verbraucherschützer raten deshalb zu besonderer Vorsicht. Echte Mitarbeiter von Versorgungsunternehmen oder Behörden können sich ausweisen und kündigen Termine in vielen Fällen vorher schriftlich an. Bürger sollten sich Dienstausweise genau zeigen lassen und im Zweifel direkt beim Unternehmen oder der Behörde anrufen — allerdings niemals über Telefonnummern, die von den Besuchern selbst genannt werden.
Wichtig ist außerdem: Niemand ist verpflichtet, fremde Personen unangekündigt in die Wohnung zu lassen. Wer sich unsicher fühlt, sollte die Tür geschlossen halten und Angehörige, Nachbarn oder die Polizei verständigen.
Die Polizei empfiehlt insbesondere älteren Menschen, misstrauisch zu bleiben, wenn unbekannte Personen überraschend vor der Tür stehen und auf schnellen Zugang drängen. Seriöse Kontrolleure setzen Bewohner nicht unter Druck und akzeptieren es, wenn ein Termin überprüft oder verschoben werden soll.
Die Masche der falschen Kontrolleure gehört seit Jahren zu den häufigsten Betrugsformen an der Haustür. Experten gehen davon aus, dass viele Fälle gar nicht angezeigt werden, weil Betroffene sich schämen oder den Betrug erst später bemerken. Umso wichtiger sei es, über die Methoden der Täter aufzuklären und rechtzeitig zu warnen.