Im Insolvenzantragsverfahren über das Vermögen der Nyusekai GmbH hat das Amtsgericht Charlottenburg – Insolvenzgericht am 28. April 2026 um 09:00 Uhr Sicherungsmaßnahmen zur Stabilisierung der Vermögenslage angeordnet. Das Verfahren wird unter dem Aktenzeichen 3605 IN 2864/26 geführt. Sitz der Gesellschaft ist die Weitlingstraße 46, 10317 Berlin. Eingetragen ist das Unternehmen beim Amtsgericht Charlottenburg unter der Handelsregisternummer HRB 249786. Als Geschäftsführer fungieren Quang Khai Tran und Van Le Phuc Michael Vo.
Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Björn-Till Till aus Berlin bestellt. Das Gericht ordnete an, dass Verfügungen über das Vermögen der Gesellschaft nur noch mit dessen Zustimmung wirksam sind. Darüber hinaus wurde der Gesellschaft untersagt, eigenständig über Bankkonten und offene Forderungen zu verfügen; diese Befugnisse gehen auf den vorläufigen Insolvenzverwalter über.
Zudem wurde ein umfassender Vollstreckungsschutz angeordnet: Zwangsvollstreckungsmaßnahmen gegen die Gesellschaft sind – mit Ausnahme solcher, die unbewegliches Vermögen betreffen – untersagt oder vorläufig eingestellt. Schuldner der Gesellschaft dürfen Zahlungen nur noch an den vorläufigen Insolvenzverwalter leisten.
Der vorläufige Insolvenzverwalter ist befugt, Bankguthaben einzuziehen, Forderungen zu sichern und Sonderkonten einzurichten. Gleichzeitig verfügt er über weitreichende Einsichts- und Auskunftsrechte gegenüber der Gesellschaft, Kreditinstituten und Behörden, um die wirtschaftliche Lage zu prüfen.
Die Nyusekai GmbH war geschäftlich typischerweise im Bereich Handel, Dienstleistungen oder unternehmerische Projektstrukturen tätig, wobei der konkrete Schwerpunkt je nach Ausrichtung variieren kann.
Mit der Anordnung der vorläufigen Insolvenzverwaltung befindet sich das Verfahren in der Prüfungsphase. Ziel ist es, das Vermögen zu sichern und festzustellen, ob die Voraussetzungen für die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens vorliegen. Eine abschließende Entscheidung steht noch aus.