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Deka-Technologie CF 2025: Starker Technologiefonds mit klaren Stärken – aber hoher US- und Sektorkonzentration

geralt (CC0), Pixabay

Aus Anlegersicht zeigt der Jahresbericht des Deka-Technologie CF ein insgesamt attraktives, aber klar chancenorientiertes Profil. Der Fonds hat im Geschäftsjahr 2025 eine Wertsteigerung von 9,0 % erzielt und das Fondsvermögen auf 2,07 Mrd. Euro erhöht. Damit bestätigt er seine Rolle als offensiv ausgerichteter Aktienfonds für Investoren, die gezielt auf den globalen Technologiesektor setzen wollen. Besonders positiv ist, dass die Performance nicht nur aus einem allgemeinen Marktaufschwung resultierte, sondern laut Bericht vor allem durch gelungene Einzeltitelselektion getragen wurde.

Der Fonds ist nahezu vollständig investiert. Zum Jahresende lagen 98,3 % des Vermögens in Aktien, über Nasdaq-Futures wurde die effektive Aktienquote sogar leicht aufgestockt. Das spricht für ein konsequentes Management und einen klaren Risikoappetit. Für Anleger bedeutet das: Der Fonds ist kaum defensiv positioniert, sondern voll auf Marktchancen ausgerichtet. In Phasen steigender Technologiemärkte ist das vorteilhaft, in Korrekturphasen aber entsprechend anfällig.

Besonders auffällig ist die sehr starke Konzentration auf die USA. Rund 75,3 % des Fondsvermögens entfallen auf US-Aktien, dazu kommen technologieabhängige Märkte wie Taiwan mit 8,0 % und Südkorea mit 2,3 %. Diese Struktur ist nachvollziehbar, weil viele der weltweit führenden Technologieunternehmen dort sitzen. Gleichzeitig entsteht daraus aber ein erhebliches Klumpenrisiko: Anleger sind stark von der Entwicklung des US-Technologiesektors, des Dollar sowie der geopolitisch sensiblen Halbleiter-Lieferketten in Asien abhängig.

Inhaltlich setzt der Fonds stark auf den Halbleiterbereich, der mit rund 31,1 % die größte Branchengewichtung darstellt. Das Management begründet dies mit der Verbreiterung des Halbleiterbooms über Rechenzentren hinaus in weitere Industriebereiche. Diese Einschätzung erscheint plausibel, denn Positionen wie TSMC, Broadcom, Nvidia, SK Hynix, AMD, Lam Research und Micron gehören zu den zentralen Gewinnern der aktuellen KI- und Infrastrukturwelle. Für Anleger ist das ein Pluspunkt, weil der Fonds damit in einem der strukturell stärksten Technologiebereiche positioniert ist. Gleichzeitig steigt dadurch aber die Abhängigkeit von einem Segment, das historisch stark zyklisch und bewertungsanfällig ist.

Neben Halbleitern sind auch Software & Dienste mit 21,4 % sowie Medien & Unterhaltung mit 13,8 % stark gewichtet. Die größten Einzelpositionen – darunter TSMC, Broadcom, Alphabet, Nvidia und Microsoft – zeigen, dass der Fonds auf dominante Plattform- und Infrastrukturunternehmen setzt. Das ist aus Qualitätssicht überzeugend: Viele dieser Firmen verfügen über hohe Margen, starke Marktstellungen und strukturelles Wachstum. Aus Bewertungssicht ist jedoch zu beachten, dass gerade diese Titel in den vergangenen Jahren sehr stark gestiegen sind und empfindlich auf enttäuschende Erwartungen reagieren können.

Positiv ist, dass das Management nicht blind dem Gesamtmarkt gefolgt ist, sondern aktiv Akzente gesetzt hat. Der Bericht nennt ausdrücklich erfolgreiche Positionierungen in TSMC, SK Hynix, Shopify, KLA, Lam Research, Analog Devices, Amphenol und GE Vernova. Das spricht für echte aktive Mehrwertschaffung. Gleichzeitig zeigt die Liste der gemiedenen oder reduzierten Werte – etwa Intel, Samsung, Salesforce und Airbus –, dass das Management bereit war, sich klar zu positionieren. Für Anleger ist das grundsätzlich attraktiv, denn aktives Management lohnt sich nur dann, wenn es sich deutlich von einer Indexabbildung unterscheidet.

Ein gemischtes Bild ergibt sich bei den laufenden Erträgen. Der ordentliche Nettoertrag war mit -15,7 Mio. Euro negativ, was vor allem auf die relativ hohen laufenden Kosten zurückzuführen ist. Die Verwaltungsvergütung von 25,0 Mio. Euro belastet spürbar. Die Gesamtkostenquote von 1,44 % ist für einen aktiv gemanagten Themenfonds nicht ungewöhnlich, aber aus Anlegersicht durchaus hoch. Das heißt: Der Fonds muss dauerhaft eine starke Titelselektion liefern, um diese Kosten zu rechtfertigen. 2025 ist das gelungen, aber langfristig bleibt das ein wichtiger Prüfpunkt.

Die Ertragslage des Fonds wird klar von Kursgewinnen und nicht von laufenden Ausschüttungen getragen. Das realisierte Ergebnis aus Veräußerungsgeschäften lag bei 92,2 Mio. Euro, das nicht realisierte Ergebnis bei 94,0 Mio. Euro. Das unterstreicht, dass der Fonds ein klassischer Wachstumsfonds ist und weniger ein Produkt für einkommensorientierte Anleger. Die Ausschüttung von 2,49 Euro je Anteil ist vorhanden, aber nicht der eigentliche Investmentcase.

Risikoseitig ist der Fonds transparent. Neben den offensichtlichen Aktienmarktrisiken nennt der Bericht vor allem Fremdwährungsrisiken, da rund 77 % der Aktien in USD notieren, sowie Risiken aus Derivaten und aus der Wertpapierleihe. Die Derivatenutzung wirkt allerdings begrenzt und eher taktisch. Das zugrunde liegende Exposure aus Derivaten lag bei rund 24,5 Mio. Euro, der Leverage nach Bruttomethode bei 103,06 % – also nur leicht über einer reinen Kasseposition. Das spricht gegen eine übermäßige Hebelung. Auch die Liquiditätsrisiken wurden als nicht wesentlich eingeschätzt, was bei einem Fonds mit überwiegend großen, börsennotierten Tech-Werten plausibel ist.

Die Wertpapierleihe verdient aus Anlegersicht einen genaueren Blick. Rund 5,68 % des Fondsvermögens waren über Wertpapierdarlehen verliehen. Das bringt dem Fonds Zusatzerträge, diese waren mit rund 44 Tsd. Euro allerdings eher gering. Dafür fließt ein Teil der Erträge an die KVG bzw. Dienstleister. Das ist kein gravierendes Problem, aber aus Investorensicht kein wesentlicher Performancehebel.

Interessant ist auch die Nachhaltigkeitsdarstellung. Der Fonds verfolgt keine EU-ökologisch nachhaltige Anlagestrategie im Sinne der Taxonomie, berücksichtigt aber PAI-Kriterien und schließt besonders problematische Emittenten weitgehend aus. Für Anleger mit strengen ESG- oder Impact-Anforderungen dürfte das nicht ausreichen. Für Investoren, die zumindest grundlegende Nachhaltigkeitsfilter wünschen, ist es aber ein positives Signal.

Unterm Strich wirkt der Deka-Technologie CF aus Anlegersicht wie ein qualitativ gut gemanagter, wachstumsstarker Technologiefonds, der 2025 seine Stärken ausgespielt hat. Die positiven Punkte sind die klare Strategie, die überzeugende Titelselektion, die starke Positionierung in strukturellen Wachstumsfeldern wie KI und Halbleiter sowie das deutliche Fondswachstum. Die Schwächen liegen in der hohen Kostenquote, der massiven Konzentration auf USA und Halbleiter sowie der naturgemäß hohen Schwankungsanfälligkeit.

Fazit für Anleger:
Der Fonds eignet sich vor allem für Investoren, die langfristig an das Wachstum des globalen Technologiesektors glauben und bereit sind, dafür auch deutliche Kursschwankungen zu akzeptieren. Wer breite Diversifikation, geringe Kosten oder defensivere Eigenschaften sucht, dürfte mit diesem Fonds weniger gut bedient sein. Wer dagegen gezielt ein aktiv gemanagtes, offensives Technologieinvestment sucht, findet hier ein insgesamt überzeugendes, aber klar risikobehaftetes Produkt.

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