Die Finanzaufsicht Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat eine eindringliche Warnung vor Angeboten der angeblichen Gesellschaft „Nex (Limited)“ veröffentlicht. Nach Erkenntnissen der Behörde bieten die Betreiber über die Website thenexcap.pro ohne die erforderliche Erlaubnis Finanz-, Wertpapier- und Kryptowerte-Dienstleistungen an.
Falsche Aufsichtsangaben und gefälschte Zertifikate
Besonders brisant ist die Täuschungsstrategie der Anbieter: In der Kommunikation mit potenziellen Kunden behaupten sie, unter der Aufsicht der BaFin sowie einer angeblichen europäischen Finanzaufsichtsbehörde „FINA EU“ zu stehen. Eine solche Behörde existiert jedoch nicht. Zudem kursieren im Zusammenhang mit den Angeboten gefälschte Zertifikate und manipulierte E-Mails, die den Eindruck behördlicher Zulassung erwecken sollen.
Nach Angaben der BaFin besteht außerdem kein Zusammenhang zwischen den Aktivitäten der Website und der neXDos GmbH mit Sitz in München. Der Name des Unternehmens wird vielmehr missbräuchlich verwendet – ein klassischer Fall von Identitätsdiebstahl, der gezielt Vertrauen bei Anlegerinnen und Anlegern schaffen soll.
Unerlaubte Finanzgeschäfte stellen erhebliches Risiko dar
In Deutschland dürfen Finanz-, Wertpapier- oder Kryptowerte-Dienstleistungen nur mit einer entsprechenden Erlaubnis oder Zulassung angeboten werden. Anbieter ohne diese Genehmigung unterliegen keiner staatlichen Aufsicht, was für Investoren ein erhebliches Risiko bis hin zum vollständigen Verlust eingesetzter Gelder bedeutet. Ob ein Unternehmen tatsächlich zugelassen ist, lässt sich über die offizielle Unternehmensdatenbank der BaFin überprüfen.
Die Warnung stützt sich auf § 37 Absatz 4 Kreditwesengesetz sowie § 10 Absatz 7 Kryptomärkteaufsichtsgesetz. Die Finanzaufsicht rät Anlegerinnen und Anlegern, bei Plattformen mit angeblichen Zulassungen, außergewöhnlich hohen Renditeversprechen oder undurchsichtigen Unternehmensangaben besondere Vorsicht walten zu lassen und Angebote im Zweifel nicht wahrzunehmen.