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Zug kollidiert mit Kran: Spaniens vierter Bahnunfall binnen einer Woche

In Spanien ist es erneut zu einem Bahnzwischenfall gekommen. Nahe der südöstlichen Hafenstadt Cartagena in der Region Murcia kollidierte am Donnerstag ein Pendlerzug mit einem Kran. Es handelt sich bereits um den vierten Eisenbahnunfall innerhalb weniger Tage, was landesweit Besorgnis über die Sicherheit im Schienenverkehr ausgelöst hat.

Nach Angaben der regionalen Rettungsdienste erlitten vier Menschen leichte Verletzungen. Der Zug sei weder entgleist noch umgestürzt, erklärte ein Sprecher der Notfalldienste von Murcia. Die ersten Notrufe seien kurz nach Mittag eingegangen. Einsatzkräfte, Polizei und medizinisches Personal waren rasch vor Ort, um die Situation zu sichern und die Verletzten zu versorgen.

Der Unfall ereignete sich auf einer Strecke in der Nähe des Hafens von Cartagena, einem wichtigen Wirtschafts- und Logistikstandort. Fotos vom Unglücksort zeigen Polizeikräfte, die den Bereich absperren, während der Zug neben einem Baukran zum Stillstand gekommen ist. Nach ersten Erkenntnissen gehörte der Kran nicht zum regulären Bahnbetrieb.

Der spanische Schieneninfrastrukturbetreiber Adif teilte mit, der Zugverkehr auf der betroffenen Linie sei durch das „Eindringen eines Krans in das Lichtraumprofil der Infrastruktur“ beeinträchtigt worden. Weitere Details zur Ursache nannte das Unternehmen zunächst nicht. In einer späteren Mitteilung erklärte Adif jedoch, dass der Zugverkehr wieder aufgenommen worden sei.

Der jüngste Vorfall reiht sich in eine Serie schwerer Zugunglücke ein, die Spanien in dieser Woche erschüttert haben. Besonders dramatisch war ein Zusammenstoß zweier Hochgeschwindigkeitszüge in der südlichen Region Andalusien am vergangenen Sonntag, bei dem mindestens 43 Menschen ums Leben kamen. Das Unglück löste landesweite Trauer und eine intensive Debatte über Sicherheitsstandards aus.

Nur zwei Tage später entgleiste in der Nähe von Barcelona ein Pendlerzug, nachdem infolge heftiger Regenfälle eine Stützmauer auf die Gleise gestürzt war. Dabei kam der Lokführer ums Leben, vier Fahrgäste wurden schwer verletzt. Am selben Tag ereignete sich zudem ein weiterer Zusammenstoß in der nordöstlichen Region Katalonien.

Angesichts der Häufung von Unfällen rief die größte spanische Lokführergewerkschaft zu einem landesweiten Streik auf. Sie fordert strengere Sicherheitsmaßnahmen, bessere Wartung der Infrastruktur und eine umfassende Untersuchung der jüngsten Vorfälle. Die Regierung kündigte an, die Ursachen aller Unfälle lückenlos aufzuklären, um das Vertrauen der Bevölkerung in den Schienenverkehr wiederherzustellen.

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