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Nobelpreis-Kontroverse: María Corina Machado darf Friedensnobelpreis nicht an Donald Trump übergeben

Die norwegische Nobelstiftung hat klargestellt, dass María Corina Machado, die venezolanische Oppositionsführerin und Friedensnobelpreisträgerin 2025, ihren Preis nicht an den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump weitergeben kann. Diese Erklärung erfolgte, nachdem Machado in einem Interview auf dem US-Sender Fox News andeutete, dass sie Trump den Preis als Zeichen der Dankbarkeit für die Absetzung von Nicolás Maduro überreichen wolle.

Laut der offiziellen Stellungnahme des Nobelkomitees ist ein Übertragen, Teilen oder Widerrufen des Nobelpreises ausgeschlossen. „Ein Nobelpreis kann weder widerrufen, geteilt noch übertragen werden. Sobald die Entscheidung bekannt gegeben wurde, gilt sie für alle Zeiten“, heißt es in der Mitteilung der Stiftung. Die Satzung des Nobelkomitees und das Testament von Alfred Nobel sehen keine solche Möglichkeit vor.

Machado hatte in der Vergangenheit immer wieder betont, wie entscheidend der internationale Druck – insbesondere durch die USA – für die politische Wende in Venezuela gewesen sei. In einem Interview am 5. Januar äußerte sie, dass die Geste gegenüber Trump ein Symbol für die Dankbarkeit des venezolanischen Volkes sei. Trump wiederum sagte, er freue sich auf ein mögliches Treffen mit Machado, das „in der nächsten Woche“ stattfinden könne.

Die Nobelstiftung betonte jedoch, dass sie sich grundsätzlich nicht zu Aussagen oder Handlungen von Preisträgern nach der Verleihung äußere. Ihre Aufgabe sei es ausschließlich, das Lebenswerk und den Einsatz der nominierten Personen bis zum Zeitpunkt der Preisvergabe zu bewerten.

Machado wurde im Oktober 2025 für ihren jahrzehntelangen Kampf für Demokratie und Menschenrechte in Venezuela ausgezeichnet. Seit Anfang der 2000er Jahre setzt sie sich mit der Bürgerorganisation Súmate für freie Wahlen und politische Transparenz ein. Obwohl sie 2024 zur Oppositionskandidatin gewählt wurde, wurde sie von der amtierenden Regierung an der Kandidatur gehindert und musste sich zurückziehen. Während sie ihren politischen Kampf aus dem Untergrund weiterführte, wurde sie zur Symbolfigur des Widerstands gegen das Maduro-Regime.

Ob es tatsächlich zu einem Treffen zwischen Machado und Trump kommt, bleibt unklar. Sicher ist jedoch: Der Friedensnobelpreis bleibt, trotz politischer Gesten oder Symbolik, nicht übertragbar.

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