Am Samstag, den 10. Januar, führte das US-Militär mehrere gezielte Luftangriffe auf Stellungen der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) in Syrien durch. Wie das Zentralkommando der US-Streitkräfte (CENTCOM) in einer offiziellen Mitteilung erklärte, waren die Angriffe Teil der laufenden Operation „Hawkeye Strike“, die bereits im Dezember 2025 gestartet wurde.
Die Angriffe erfolgten laut CENTCOM in den frühen Nachmittagsstunden nach US-Ostküstenzeit und richteten sich gegen strategische Ziele des IS in verschiedenen Regionen Syriens. Die genaue Zahl der getöteten Kämpfer wurde in der Mitteilung nicht genannt, auch Angaben zu möglichen zivilen Opfern fehlen bislang.
Die Offensive ist eine direkte Reaktion auf einen tödlichen IS-Angriff, der sich am 13. Dezember 2025 in der Nähe von Palmyra ereignet hatte. Damals kamen zwei amerikanische Soldaten sowie ein ziviler US-Dolmetscher ums Leben. Der Vorfall hatte weltweit für Schlagzeilen gesorgt und das Verteidigungsministerium der USA zu einer klaren Antwort veranlasst.
In einem Beitrag auf der Plattform X (ehemals Twitter) erklärte CENTCOM, dass „Operation Hawkeye Strike“ darauf abziele, die Fähigkeit des IS zu weiteren Angriffen zu schwächen und langfristig die Sicherheit der US-Partner in der Region zu gewährleisten. Laut Experten handelt es sich dabei nicht nur um eine Strafaktion, sondern auch um eine strategische Maßnahme, um die anhaltende Bedrohung durch den IS einzudämmen.
Die Lage in Syrien bleibt weiterhin angespannt. Zwar gilt der IS seit Jahren als militärisch geschwächt, doch immer wieder verüben Splittergruppen Anschläge auf lokale und internationale Sicherheitskräfte. Die jüngsten US-Angriffe sollen daher auch als Signal verstanden werden: Die Vereinigten Staaten sind bereit, auf Bedrohungen entschlossen zu reagieren, insbesondere wenn ihre eigenen Soldaten betroffen sind.
Internationale Reaktionen auf die Luftschläge fielen bislang verhalten aus. Beobachter rechnen jedoch mit einer Verschärfung der Spannungen in der Region, insbesondere zwischen den USA und anderen in Syrien aktiven Mächten.
Ob die Operation langfristig zur Stabilisierung beiträgt oder neue Konflikte provoziert, bleibt abzuwarten.