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Jahreswechsel an der Zapfsäule: CO₂-Abgabe treibt Kraftstoffpreise spürbar nach oben

planet_fox (CC0), Pixabay

Mit dem Start ins neue Jahr müssen Autofahrerinnen und Autofahrer in Deutschland deutlich tiefer in die Tasche greifen. Die Preise für Benzin und Diesel sind zum 1. Januar spürbar gestiegen und haben damit ein klares Signal gesetzt: Die neue CO₂-Bepreisung macht sich unmittelbar an den Zapfsäulen bemerkbar.

Nach aktuellen Auswertungen des ADAC kostete ein Liter Super E10 am Neujahrstag im bundesweiten Tagesdurchschnitt 1,709 Euro. Das entspricht einem Anstieg von 3,4 Cent gegenüber dem letzten Tag des vergangenen Jahres. Noch deutlicher fiel die Verteuerung bei Diesel aus. Hier sprang der Preis um rund 4 Cent auf durchschnittlich 1,658 Euro pro Liter.

Als Hauptursache für den Preissprung gilt die zum Jahresbeginn erhöhte CO₂-Steuer. Sie kann je nach Kraftstoff bis zu drei Cent pro Liter ausmachen. Allerdings zeigt der Blick auf die Preisentwicklung der letzten Tage des Jahres, dass der Anstieg nicht allein auf den Stichtag zurückzuführen ist. Bereits vor dem Jahreswechsel zogen die Preise an. Im Vergleich zum 29. Dezember ergibt sich bei Super E10 ein Plus von 5,4 Cent, bei Diesel sogar von rund 6 Cent. Ein Muster, das sich bei steuerlichen Änderungen an den Energiemärkten regelmäßig beobachten lässt.

Rückblickend war das Jahr 2025 trotz des aktuellen Anstiegs vergleichsweise günstiger als die unmittelbaren Vorjahre. Der durchschnittliche Preis für Super E10 lag bei 1,688 Euro pro Liter, Diesel kostete im Jahresmittel 1,611 Euro. Damit setzte sich der Trend sinkender Jahresdurchschnittspreise fort, nachdem bereits 2023 und 2024 Rückgänge verzeichnet worden waren. Dennoch bleibt das Preisniveau hoch. 2025 war insgesamt das viertteuerste Tankjahr seit Beginn der Aufzeichnungen.

Der drastische Preisschock des Jahres 2022 wirkt dabei weiterhin nach. Der Beginn des Krieges in der Ukraine hatte die Kraftstoffpreise damals auf historische Höchststände getrieben. Diesel kostete zeitweise fast 1,95 Euro pro Liter, Super E10 lag bei rund 1,86 Euro. Von diesen Extremen ist der Markt zwar wieder abgerückt, Entwarnung geben Experten jedoch nicht.

Nach Einschätzung des ADAC bleibt Tanken trotz der Rückgänge im Jahresvergleich teuer und anfällig für neue Preissprünge. Internationale Krisen, insbesondere im Nahen Osten, könnten die Lage jederzeit verschärfen. Der entscheidende Faktor für die weitere Entwicklung bleibt der Rohölpreis, der stark auf geopolitische Spannungen reagiert. Für Autofahrer bedeutet das: Die höheren Preise zum Jahresstart könnten erst der Auftakt zu einem erneut unruhigen Tankjahr sein.

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