Was als entspannter Zwischenstopp auf den sonnenverwöhnten Kapverdischen Inseln gedacht war, endete für einen britischen Piloten in einem peinlichen Eklat. In den frühen Morgenstunden, während über der Atlantikküste noch der Mond stand und die Hotelbar nur schwach im Licht funkelnder Gläser erstrahlte, soll der Kapitän – offenbar deutlich angetrunken – nackt durch den Raum gewankt sein.
Zeugen berichten, er habe wirre Schritte zwischen den Barhockern gemacht, als hätte er den Weg zu seiner Kabine vergessen. Einige Gäste, die ihn zunächst für einen übermütigen Urlauber hielten, erkannten bald zu ihrem Erstaunen den Mann wieder: den Piloten, der sie nur wenige Tage zuvor sicher nach Kap Verde geflogen hatte.
Sein Rückflug nach London, der erst 36 Stunden später geplant war, fand ohne ihn statt. Easyjet reagierte prompt: „Sobald Easyjet von dem Vorfall erfahren hat, wurde der Pilot umgehend bis zum Abschluss der Ermittlungen vom Dienst freigestellt“, erklärte eine Sprecherin.
Ob es sich bei dem nächtlichen Auftritt um einen einmaligen Ausrutscher oder um das unrühmliche Ende einer Karriere handelt, müssen nun die Untersuchungen zeigen. Sicher ist nur: Auf den Kapverden wird man sich noch lange an diese Nacht erinnern – nicht wegen des warmen Meereswinds, sondern wegen eines Piloten, der den Dresscode des Himmels mit dem eines FKK-Strandes verwechselte.