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Traurige Entscheidung: Zoo Leipzig muss drei Tigerbabys einschläfern

garten-gg (CC0), Pixabay

Im Zoo Leipzig hat sich ein seltenes Ereignis in eine traurige Nachricht verwandelt: Drei Amurtigerbabys, die erst wenige Tage zuvor zur Welt gekommen waren, mussten eingeschläfert werden. Grund dafür war, dass sich ihre Mutter Yushka, eine noch junge und unerfahrene Tigerin, nach der Geburt von ihrem Nachwuchs abwandte und ihn nicht versorgte.

Der Wurf war am Mittwochabend gefallen – es handelte sich um Yushkas ersten. Zunächst schien die Geburt ohne Komplikationen zu verlaufen, doch bereits wenige Stunden später zeigte die Tigerin kein mütterliches Interesse mehr an den Jungtieren. Ohne die lebenswichtige Fürsorge – Wärme, Schutz und Nahrung – wäre den Kleinen ein langsames Verhungern und Unterkühlen bevorstanden.

Der Zoo stand damit vor einer schweren Entscheidung. Eine Handaufzucht, so erklärten die Verantwortlichen, sei unter dem Gesichtspunkt einer artgerechten Wildtierhaltung nicht vertretbar gewesen. In Menschenhand aufgezogene Großkatzen verlieren oft die Fähigkeit zu einem natürlichen Sozialverhalten und können später weder in die Zucht noch in die Auswilderung integriert werden.

„Wir mussten den Tieren Leid ersparen“, teilte die Zooleitung mit. Die Entscheidung sei nicht leichtgefallen, doch das Wohl der Tiere habe im Vordergrund gestanden.

Amurtiger, auch Sibirische Tiger genannt, gehören zu den seltensten Großkatzen der Welt – Schätzungen zufolge leben in freier Wildbahn nur noch rund 500 Tiere. Umso schmerzlicher ist der Verlust des Leipziger Nachwuchses.

Für Yushka bedeutet der Vorfall jedoch nicht zwangsläufig das Ende ihrer Zuchtkarriere. In der Natur sei es nicht ungewöhnlich, dass erstgebärende Tigerinnen ihre Jungen ablehnen. Mit mehr Erfahrung könne sich das Verhalten bei einem künftigen Wurf ändern.

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