Die Polizei warnt eindringlich vor einer neuen, besonders perfiden Betrugsmasche: In Uelzen sind zwei Seniorinnen Opfer von Telefonbetrügern geworden, die sich als Beamte der Bundespolizei ausgaben – und eine absurde wie erschreckende Geschichte konstruierten.
Mit ernster Stimme und angeblichem Amtscharme erklärten die Anrufer, eine internationale Bande betreibe einen Kinderpornografie-Ring in Thailand – und das angeblich im Namen der beiden Angerufenen. Ein Schockmoment für die Frauen, der gezielt ausgenutzt wurde: Nur wenn sie kooperieren und „verdeckt mitarbeiten“, könnten sie eine Strafverfolgung abwenden, hieß es. Und so begann ein gefährliches Spiel mit Angst und Vertrauen.
Schmuck und Bargeld an der Haustür übergeben
Was folgte, war ein monatelang gesponnenes Netz aus Lügen und psychologischer Manipulation. Immer wieder kontaktierten die Betrüger die beiden Frauen, bauten Druck auf, schürten Angst und gaben sich mal als Ermittler, mal als Sicherheitsbeamte aus. Am Ende wurden die Seniorinnen dazu gebracht, mehrfach hohe Summen Bargeld und wertvollen Schmuck an Unbekannte zu übergeben – direkt an der Haustür.
Wie die Polizei berichtet, beläuft sich der Schaden auf mehrere Zehntausend Euro.
Erst die Familie brachte die Wahrheit ans Licht
Der Schwindel flog erst auf, als die Frauen – noch immer verunsichert – begannen, mit Angehörigen über die angebliche Ermittlung zu sprechen. Diese erkannten sofort: Hier ist etwas faul. Die Polizei wurde eingeschaltet, die Ermittlungen laufen nun auf Hochtouren.
Die Polizei Lüneburg warnt: „Ein gesundes Maß an Misstrauen ist keine Unhöflichkeit, sondern Selbstschutz.“ Wer verdächtige Anrufe erhält, sollte nie persönliche Informationen preisgeben, niemals Bargeld oder Wertsachen an Unbekannte übergeben – und unbedingt das Gespräch mit Familie oder Freunden suchen. In jedem Fall gilt: Bei Zweifel – 110 wählen.