Samuel Bond Haskell, 37, der wegen des grausamen Mordes an seiner Ehefrau und deren Eltern angeklagt war, hat sich in seiner Gefängniszelle in Los Angeles das Leben genommen. Das teilte die Staatsanwaltschaft des Los Angeles County am Montag mit.
Haskell, Sohn des Emmy-prämierten TV-Produzenten Sam Haskell, saß in Untersuchungshaft und hatte sich in allen drei Anklagepunkten wegen Mordes für nicht schuldig erklärt. Er war beschuldigt, im November 2023 seine Frau Mei Haskell (37), deren Mutter Yanxiang Wang (64) und deren Stiefvater Gaoshan Li (72) getötet und zerstückelt zu haben.
Er hätte sich am Montag vor Gericht verantworten sollen. Doch laut Justizbehörden wurde er am Samstag tot in seiner Zelle aufgefunden. Die Todesursache: Suizid.
Ein grausames Verbrechen
Laut Ermittlungen soll Haskell die drei Opfer am 6. November 2023 in ihrem gemeinsamen Haus im Stadtteil Tarzana ermordet haben. Einen Tag später bezahlte er laut Anklage Tagelöhner mit 500 Dollar, um mehrere schwere Plastiksäcke von seinem Grundstück zu entfernen. Beim Verladen entdeckten die Arbeiter menschliche Überreste in den Säcken, gaben das Geld zurück, brachten die Säcke zurück zum Haus – und riefen die Polizei. Als diese eintraf, war das Haus leer und die Säcke verschwunden.
Videoaufnahmen zeigten Haskell später beim Entsorgen eines Müllsacks in einem Container, sowie beim Umladen von Müllsäcken aus dem Tesla seiner Frau in ein angemietetes SUV. Noch am selben Tag fand ein Passant einen enthaupteten Torso, der später als der von Mei Haskell identifiziert wurde.
Haskell wurde zwei Tage später, am 8. November, in einem Airbnb festgenommen, wo er sich mit seinen Kindern aufgehalten hatte. Die Leichen von Wang und Li wurden bislang nicht gefunden. Ermittler entdeckten jedoch Blutspuren aller drei Opfer auf einem Messer und einer Schusswaffe im SUV.
Im Haus der Familie wurden acht Müllsäcke sichergestellt – gefüllt mit blutiger Bettwäsche, einem Maschinensägeblatt, einem blutverschmierten Holzbrett, einem Macheten und Gehhilfen der älteren Opfer.
Staatsanwalt: „Er hat sich der Gerechtigkeit entzogen“
Staatsanwalt Nathan Hochman erklärte, Haskell habe durch seinen Suizid eine juristische Aufarbeitung verhindert und den Familien der Opfer die Möglichkeit genommen, ihm im Gerichtssaal gegenüberzutreten.
Haskells Anwalt Joe Weimortz sagte gegenüber NBC4, sein Mandant habe aus Rücksicht auf seine Kinder auf eine öffentliche Beweisaufnahme und ein Geschworenenverfahren verzichten wollen. „Er hatte keine Angst vor dem Gefängnis, aber vor dem Medientheater.“ Die Familie Haskell trauere um jedes einzelne Opfer.
Bei einer Verurteilung hätte Samuel Haskell lebenslange Haft ohne Möglichkeit auf Bewährung gedroht.