In Frankreich wird die Kraft von Meeren und Flüssen zunehmend für eine klimafreundliche Gebäudekühlung genutzt. Besonders in Küstenstädten wie Marseille kommt die neue Technik bereits erfolgreich zum Einsatz. So verwendet ein dortiges Kaufhaus Meerwasser aus dem Mittelmeer, um seine Räume an heißen Sommertagen effizient zu kühlen.
Das Prinzip ist ebenso einfach wie wirkungsvoll: Das kühle Wasser aus dem Meer wird durch ein spezielles Kreislaufsystem geleitet, das die Raumtemperaturen reguliert, ohne dass herkömmliche, energieintensive Klimaanlagen benötigt werden. Der große Vorteil: Im Vergleich zu herkömmlichen Systemen verbraucht diese Technologie nur rund die Hälfte an Energie. Damit leistet sie nicht nur einen Beitrag zum Klimaschutz, sondern hilft auch, die Stromkosten deutlich zu senken.
Angesichts immer heißerer Sommer und steigender Energiekosten gewinnt das Konzept in Frankreich zunehmend an Bedeutung. Fachleute sehen darin ein vielversprechendes Modell für nachhaltige Gebäudekühlung, das auch in anderen Ländern mit Zugang zu Meeren, Flüssen oder Seen Schule machen könnte.