Dark Mode Light Mode

Utah: Todesstrafe für dementen Mörder trotz gesundheitlicher Einschränkungen erlaubt

RobinSaville (CC0), Pixabay

Ein Gericht im US-Bundesstaat Utah hat entschieden, dass der 67-jährige Ralph Leroy Menzies trotz fortgeschrittener Demenz hingerichtet werden darf. Menzies wurde 1988 zum Tode verurteilt, nachdem er die dreifache Mutter Maurine Hunsaker entführt, beraubt und ermordet hatte. Er sitzt seitdem in der Todeszelle.

Richter Matthew Bates erkannte in seinem Urteil zwar Menzies’ kognitive Beeinträchtigungen durch vaskuläre Demenz an, kam aber zu dem Schluss, dass er weiterhin den Grund für seine Strafe verstehe. Damit verstoße eine Hinrichtung nicht gegen das Verbot grausamer und ungewöhnlicher Strafen gemäß dem achten Verfassungszusatz.

Menzies hatte als Hinrichtungsmethode das Erschießungskommando gewählt. Seine Anwälte argumentieren, dass der gebrechliche und auf einen Rollstuhl sowie eine Sauerstoffversorgung angewiesene Mann nicht hinrichtungsfähig sei. Sie planen, das Urteil vor dem Obersten Gerichtshof von Utah anzufechten.

Die Staatsanwaltschaft betonte hingegen das Interesse der Opferfamilie an Gerechtigkeit. Maurine Hunsakers Sohn Matt, damals zehn Jahre alt, begrüßte die Entscheidung und sprach von einem Schritt in Richtung Gerechtigkeit.

Menzies wäre der sechste Mensch seit 1976, der in den USA durch ein Erschießungskommando hingerichtet wird.

Kommentar hinzufügen Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Previous Post

Trumps Steuerreform in der Kritik – Widerstand aus eigenen Reihen und von Elon Musk

Next Post

Industrie in der Krise: Über 100.000 Jobs in einem Jahr verloren