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Trump entzieht Hunter und Ashley Biden den Secret-Service-Schutz

geralt (CC0), Pixabay

US-Präsident Donald Trump hat am Montag überraschend den Secret-Service-Schutz für Hunter und Ashley Biden, die erwachsenen Kinder seines Vorgängers Joe Biden, aufgehoben. In einem Beitrag auf Truth Social bezeichnete Trump die Anzahl der für sie zuständigen Sicherheitskräfte als „lächerlich“ und verfügte die sofortige Streichung ihrer Schutzmaßnahmen.

„Völlig übertrieben“ – Trump kritisiert Sicherheitsaufwand

Laut Trump waren für Hunter Biden (55) bis zu 18 Agenten im Einsatz, während seine Schwester Ashley Biden (43) von 13 Beamten begleitet wurde.

„Hunter Biden hat über einen längeren Zeitraum Secret-Service-Schutz erhalten – alles finanziert vom amerikanischen Steuerzahler“, schrieb Trump. „Das ist einfach absurd!“

Zunächst zeigte sich Trump überrascht, als er während eines Besuchs im Kennedy Center auf Hunters Südafrika-Reise angesprochen wurde. Wenige Stunden später folgte die Entscheidung, nicht nur Hunter, sondern auch Ashley Biden den Schutz zu entziehen.

Gesetzlicher Schutz für Ex-Präsidenten und Familienmitglieder

Nach geltendem US-Recht erhalten ehemalige Präsidenten und ihre Ehepartner lebenslangen Secret-Service-Schutz. Ihre Kinder haben Anspruch auf Schutz, allerdings nur bis zum 16. Lebensjahr. Eine Verlängerung darüber hinaus liegt im Ermessen der amtierenden Regierung.

Unter Joe Biden wurde der Schutz für seine Kinder ausgeweitet – eine Maßnahme, die von Trump nun rückgängig gemacht wurde.

Hintergrund: Hunter Bidens Begnadigung und Trump-Kritik an Südafrika

Trump nutzte die Gelegenheit, um erneut gegen Hunter Biden auszuteilen, der Ende 2024 wegen Steuervergehen und illegalen Waffenbesitzes verurteilt, aber kurz vor dem Machtwechsel von Joe Biden begnadigt worden war.

„Er wurde selektiv und unfair verfolgt“, hatte Joe Biden damals erklärt.

Zudem äußerte sich Trump kritisch zu Hunters Aufenthaltsort: „Er macht Urlaub – und dann auch noch in Südafrika!“

Trump hatte Südafrika kürzlich wegen angeblicher Menschenrechtsverletzungen ins Visier genommen und staatliche Hilfen für das Land gestoppt. Dabei verwies er insbesondere auf ein umstrittenes Gesetz zur Landreform, das aus seiner Sicht weiße Farmer diskriminiert.

Hunter Bidens Frau, Melissa Cohen Biden, stammt aus Südafrika – ebenso wie Trumps Milliardärsfreund Elon Musk, der sich ebenfalls kritisch zu den Eigentumsregelungen in Südafrika geäußert hatte.

Nicht die erste Maßnahme dieser Art

Trump hat bereits zuvor Schutzmaßnahmen für hochrangige Personen gestrichen. Direkt nach seinem Amtsantritt entzog er unter anderem John Bolton, seinem früheren Nationalen Sicherheitsberater, den Secret-Service-Schutz und seine Sicherheitsfreigabe.

Die jüngste Entscheidung dürfte die ohnehin angespannte Beziehung zwischen Trump und der Biden-Familie weiter belasten.

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