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Gratisangebot

Clker-Free-Vector-Images (CC0), Pixabay

In Erlangen wird seit Januar ein kostenfreies Busangebot getestet, während Ulm und Neu-Ulm bereits dreijährige Erfahrungen mit kostenlosem Nahverkehr gesammelt haben. Das Pilotprojekt in Erlangen soll untersuchen, ob kostenloser öffentlicher Nahverkehr mehr Menschen dazu bewegt, vom Auto auf Busse und Bahnen umzusteigen. In Ulm und Neu-Ulm wurde bereits seit April 2019 an jedem Samstag kostenloser Nahverkehr angeboten, um Geschäften während einer Großbaustelle am Ulmer Bahnhof entgegenzukommen.

Eine Untersuchung ergab, dass während des Gratisangebots mehr Menschen den Nahverkehr nutzten, wobei etwa 40 Prozent angaben, dies ohne das Angebot nicht getan zu haben. Von diesen 40 Prozent verzichtete wiederum die Hälfte auf das Auto. Dennoch gab es Bedenken von Dauerfahrkartenbesitzern, die sich darüber beschwerten, den Gratis-Nahverkehr mitzufinanzieren. Die Stadt Ulm subventionierte das Angebot mit rund einer Million Euro jährlich aus Steuermitteln.

Allerdings brachte das Gratisangebot am Samstag die Enttäuschung mit sich, dass nur zwölf Prozent der Befragten angaben, künftig auch unter der Woche auf das Auto zu verzichten. In Ulm/Neu-Ulm wurde das Projekt Anfang 2022 eingestellt. In Augsburg hingegen gibt es seit etwa vier Jahren eine kostenlose City-Zone in der Innenstadt an jedem Tag, um den Autoverkehr zu reduzieren. Pläne zur Ausweitung gibt es derzeit nicht. Forscher betonen, dass kostenloser Nahverkehr allein nicht ausreicht und schlagen vor, Parkgebühren zu erhöhen, Park-and-Ride-Angebote zu schaffen und das Nahverkehrsangebot zu verbessern.

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