Eine Frau aus Bad Dürkheim ist nach Angaben des Polizeipräsidiums Rheinpfalz durch einen sogenannten Schockanruf um einen hohen Bargeldbetrag gebracht worden.
Der Vorfall ereignete sich am Dienstag, dem 27. Oktober, zwischen 12 und 14 Uhr.
Ein unbekannter Anrufer gab sich als Arzt aus und behauptete, der Sohn der Frau leide an einer lebensgefährlichen Krankheit. Ohne eine sofortige Operation werde er sterben.
Für die angeblich notwendige Behandlung müsse ein besonderes Medikament beschafft werden, das einen sechsstelligen Betrag koste.
Durch die erfundene Notlage wurde die Frau nach bisherigen Erkenntnissen emotional erheblich unter Druck gesetzt.
Schließlich übergab sie an ihrer Wohnanschrift einen hohen Bargeldbetrag an zwei unbekannte Personen.
Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen und sucht Zeugen, die im Bereich der Apfelgasse, der Weinstraße und des Spielbergwegs verdächtige Beobachtungen gemacht haben.
Verbraucherwarnung: Eine angebliche medizinische Notlage eines Angehörigen darf nicht ungeprüft zur Herausgabe größerer Geldbeträge führen. Wer einen solchen Anruf erhält, sollte das Gespräch beenden und den betroffenen Angehörigen oder das Krankenhaus über unabhängig ermittelte Kontaktdaten erreichen.