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Rückruf wegen Listerien: Eberle Spezialitäten ruft vier Mini-Brie-Sorten zurück – bundesweit verkauft
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Rückruf wegen Listerien: Eberle Spezialitäten ruft vier Mini-Brie-Sorten zurück – bundesweit verkauft

Die Schweizer Eberle Spezialitäten AG ruft mehrere Sorten ihres Mini-Brie-Käses zurück. Grund ist eine festgestellte Kontamination mit dem Krankheitserreger Listeria monocytogenes. Die Bakterien können eine sogenannte Listeriose auslösen, die insbesondere für Schwangere, ältere Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem gefährlich werden kann.

In Deutschland betrifft der Rückruf die vier Sorten Brie Mini Nuss, Brie Mini Schnittlauch, Brie Mini Trüffel und Brie Mini Chili, jeweils in der 150-Gramm-Packung. Die betroffenen Produkte wurden bundesweit über verschiedene Einzelhändler vertrieben. Für den Vertrieb in Deutschland ist die Heiderbeck GmbH zuständig.

Verbraucherinnen und Verbraucher sollten die betroffenen Käsesorten keinesfalls mehr verzehren. Die Produkte können auch ohne Kassenbon in den jeweiligen Verkaufsstellen zurückgegeben werden. Der Kaufpreis wird erstattet.

Welche Mini-Brie-Sorten sind vom Rückruf betroffen?

Der Rückruf umfasst in Deutschland vier Sorten der Marke Eberle Spezialitäten. Entscheidend sind die jeweilige Produktbezeichnung, das Mindesthaltbarkeitsdatum und die Chargennummer.

Produkt Packung Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) Chargennummern
Brie Mini Nuss 150 g 13.11.2026, 20.11.2026 145867, 146629
Brie Mini Schnittlauch 150 g 13.11.2026, 20.11.2026 145868, 146630
Brie Mini Trüffel 150 g 13.11.2026, 20.11.2026 145876, 146641
Brie Mini Chili 150 g 20.11.2026 146628

Hersteller: Eberle Spezialitäten AG, Schweiz
Vertrieb in Deutschland: Heiderbeck GmbH

Die Chargen sind in der Reihenfolge der jeweils aufgeführten Mindesthaltbarkeitsdaten angegeben. Verbraucher sollten beide Kennzeichnungen auf der Verpackung kontrollieren.

Andere Chargen werden in der vorliegenden deutschen Rückrufinformation nicht ausdrücklich genannt.

Grund des Rückrufs: Listeria monocytogenes nachgewiesen

Nach Angaben der Eberle Spezialitäten AG wurde eine Kontamination mit Listeria monocytogenes festgestellt.

Listerien sind Bakterien, die in der Umwelt vorkommen und über verunreinigte Lebensmittel aufgenommen werden können. Besonders kritisch sind verzehrfertige Lebensmittel, die vor dem Essen nicht mehr ausreichend erhitzt werden.

Dazu gehören auch verschiedene Weichkäsesorten.

Listerien können sich unter geeigneten Bedingungen selbst bei Kühlschranktemperaturen vermehren. Deshalb reicht eine normale Kühlung nicht aus, um das Risiko bei bereits verunreinigtem Käse zuverlässig zu beseitigen.

Betroffene Mini-Brie-Produkte sollten daher nicht mehr gegessen werden – auch dann nicht, wenn sie normal aussehen, riechen und schmecken.

Welche Gesundheitsgefahren bestehen durch Listerien?

Eine Infektion mit Listeria monocytogenes kann eine sogenannte Listeriose verursachen.

Bei gesunden Erwachsenen verläuft eine Infektion häufig ohne Beschwerden oder mit milden Symptomen. Möglich sind unter anderem:

  • Fieber und allgemeines Krankheitsgefühl

  • Übelkeit und Erbrechen

  • Durchfall und Bauchschmerzen

  • Muskel- und Gliederschmerzen

  • Grippeähnliche Beschwerden

Bei bestimmten Personengruppen kann eine Listeriose jedoch schwer verlaufen.

Besonders gefährdet sind Schwangere, Neugeborene, ältere Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem.

Bei schweren Infektionen können die Bakterien in die Blutbahn gelangen und beispielsweise eine Sepsis oder Hirnhautentzündung auslösen.

Während der Schwangerschaft besteht zudem die Gefahr, dass die Infektion auf das ungeborene Kind übertragen wird. Mögliche Folgen sind Früh- oder Fehlgeburten sowie schwere Infektionen des Neugeborenen.

Die Zeit zwischen Aufnahme der Bakterien und Auftreten erster Beschwerden kann stark variieren. Bei invasiven Listerieninfektionen sind auch Inkubationszeiten von mehreren Wochen möglich.

Wer einen der zurückgerufenen Käse verzehrt hat und anschließend Beschwerden entwickelt, sollte ärztlichen Rat einholen und auf den möglichen Kontakt mit Listerien hinweisen.

Schwangere, die betroffene Produkte gegessen haben, sollten das weitere Vorgehen ärztlich abklären, auch wenn sie zunächst keine Symptome bemerken.

Bundesweiter Verkauf über verschiedene Einzelhändler

Die betroffenen Mini-Brie-Sorten wurden nach Angaben des Unternehmens bundesweit über Filialen verschiedener Einzelhändler verkauft.

Eine vollständige Liste der betroffenen Handelsketten oder Verkaufsstellen wird in der vorliegenden Rückrufmeldung nicht genannt.

Verbraucher sollten deshalb unabhängig vom Einkaufsort die Produktbezeichnung, das Mindesthaltbarkeitsdatum und die Chargennummer überprüfen.

Rückruf in der Schweiz deutlich ausgeweitet

Neben dem deutschen Rückruf läuft auch in der Schweiz ein umfangreicher Rückruf von Produkten der Eberle Spezialitäten AG.

Dort werden nach den vorliegenden Angaben zahlreiche weitere Käsesorten zurückgerufen.

Derzeit ist nicht bekannt, ob sämtliche zusätzlich in der Schweiz betroffenen Produkte auch in Deutschland verkauft wurden.

Deshalb sollte zwischen der deutschen Rückrufliste und dem erweiterten Schweizer Rückruf unterschieden werden.

Eine Übersicht der in der Schweiz zusätzlich betroffenen Produkte und Mindesthaltbarkeitsdaten ist in der Schweizer Rückrufübersicht von Eberle Spezialitäten (PDF) enthalten.

Wer weitere Produkte der Marke Eberle Spezialitäten besitzt und unsicher ist, kann sich an den deutschen Vertriebspartner Heiderbeck wenden.

Rückgabe und Kaufpreiserstattung

Kundinnen und Kunden, die einen der betroffenen Mini-Brie-Käse gekauft haben, sollten das Produkt nicht mehr verzehren.

Die Rückgabe ist in der jeweiligen Verkaufsstelle möglich.

Der Kaufpreis wird auch ohne Vorlage eines Kassenbons erstattet.

Bis zur Rückgabe sollte der Käse so aufbewahrt werden, dass er nicht versehentlich gegessen wird und nicht mit anderen Lebensmitteln in Kontakt kommt.

Kundenservice und Kontakt

Für Fragen zum Rückruf steht der deutsche Vertriebspartner Heiderbeck GmbH zur Verfügung.

Telefon: 08142 44567-0
E-Mail: qm@heiderbeck.com
Erreichbarkeit: Werktags von 08:00 bis 16:00 Uhr

Weitere Informationen enthält die offizielle Kundeninformation zum Eberle-Mini-Brie-Rückruf (PDF).

Fazit: Vier Eberle-Mini-Brie-Sorten wegen Listerien nicht mehr verzehren

Die Eberle Spezialitäten AG ruft in Deutschland vier Mini-Brie-Sorten in der 150-Gramm-Packung zurück: Nuss, Schnittlauch, Trüffel und Chili.

Betroffen sind die Mindesthaltbarkeitsdaten 13.11.2026 und 20.11.2026 sowie die jeweils zugehörigen Chargennummern 145867, 146629, 145868, 146630, 145876, 146641 und 146628.

Grund ist eine festgestellte Kontamination mit Listeria monocytogenes. Die Produkte wurden bundesweit über verschiedene Einzelhändler vertrieben.

Betroffene Käsepackungen dürfen nicht mehr verzehrt werden. Sie können in den jeweiligen Verkaufsstellen zurückgegeben werden; der Kaufpreis wird auch ohne Kassenbon erstattet.

Stand: 29. Oktober 2026.

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