Umsatzrückgang von rund 403.000 Euro
Der Jahresabschluss der Phase 5 GmbH & Co. Windpark Kahnsdorf KG umfasst den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2025.
Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Lindow (Mark) in Brandenburg und ist beim Amtsgericht Neuruppin unter der Handelsregisternummer HRA 2366 eingetragen.
Besonders auffällig ist die Entwicklung der Umsatzerlöse.
Im Geschäftsjahr 2025 erzielte das Unternehmen Einnahmen von 2.114.819,90 Euro.
Im Vorjahr hatten die Umsatzerlöse noch 2.518.076,20 Euro betragen.
Damit ergibt sich ein Rückgang um 403.256,30 Euro beziehungsweise rund 16 Prozent.
Für eine Windparkgesellschaft ist diese Entwicklung wirtschaftlich bedeutsam, da die laufenden Einnahmen eine wesentliche Grundlage für die Finanzierung des Betriebs, die Bedienung bestehender Kredite und mögliche Ausschüttungen an Gesellschafter bilden.
Allerdings lässt sich aus den veröffentlichten Zahlen nicht erkennen, wodurch der Umsatzrückgang verursacht wurde.
Mögliche Einflussfaktoren bei Windparks sind unter anderem die Windverhältnisse, technische Verfügbarkeiten, Strompreise und vertragliche Vergütungsregelungen.
Welche dieser Faktoren im konkreten Fall ausschlaggebend waren, geht aus dem vorliegenden Jahresabschluss nicht hervor.
Bilanzsumme sinkt auf 10,36 Millionen Euro
Die Bilanzsumme der Gesellschaft verringerte sich im Geschäftsjahr 2025 von 11.951.743,82 Euro auf 10.355.575,62 Euro.
Das entspricht einem Rückgang um 1.596.168,20 Euro beziehungsweise rund 13,4 Prozent.
Die Veränderung betrifft mehrere Bilanzpositionen.
Sowohl das Anlagevermögen als auch das Umlaufvermögen gingen zurück.
Gleichzeitig reduzierte die Gesellschaft ihre Verbindlichkeiten.
Die Entwicklung zeigt somit nicht nur eine Verringerung der bilanzierten Vermögenswerte, sondern auch einen Abbau von Fremdkapital.
Ob die Veränderungen im Einzelnen aus dem laufenden Geschäftsbetrieb, planmäßigen Tilgungen oder anderen Vorgängen resultieren, lässt sich aus der Bilanz allein nicht vollständig rekonstruieren.
Sachanlagen verlieren bilanziell mehr als eine Million Euro an Wert
Das Sachanlagevermögen des Windparks wurde zum 31. Dezember 2025 mit 8.219.149 Euro ausgewiesen.
Ein Jahr zuvor lag der Buchwert bei 9.248.610 Euro.
Damit verringerte sich der Wert um 1.029.461 Euro beziehungsweise rund 11,1 Prozent.
Der Anhang erläutert, dass das Sachanlagevermögen zu Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten bilanziert und über die voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben wird.
Planmäßige Abschreibungen sind bei Windenergieanlagen üblich.
Sie verteilen die Anschaffungs- und Herstellungskosten rechnerisch auf die erwartete Nutzungsdauer.
Wichtig ist jedoch die Unterscheidung zwischen Buchwert und tatsächlichem Marktwert.
Ein sinkender Buchwert bedeutet nicht automatisch, dass eine Windenergieanlage im gleichen Umfang an wirtschaftlichem Marktwert verloren hat.
Aus dem vorliegenden Abschluss lässt sich außerdem nicht bestimmen, welcher Anteil des Rückgangs auf Abschreibungen und welcher gegebenenfalls auf andere Veränderungen des Anlagevermögens entfällt.
Dafür wäre insbesondere ein detaillierter Anlagenspiegel hilfreich.
Verbindlichkeiten um rund 1,15 Millionen Euro reduziert
Auf der Passivseite zeigt sich eine deutliche Verringerung der finanziellen Verpflichtungen.
Die gesamten Verbindlichkeiten sanken von 6.567.393,08 Euro im Jahr 2024 auf 5.413.587,92 Euro zum Jahresende 2025.
Das entspricht einem Rückgang um 1.153.805,16 Euro beziehungsweise rund 17,6 Prozent.
Der Schuldenabbau ist ein wichtiger Faktor für die wirtschaftliche Einordnung.
Geringere Verbindlichkeiten können die künftige finanzielle Belastung reduzieren und den Handlungsspielraum eines Unternehmens verbessern.
Allerdings hängt die tatsächliche Entlastung davon ab, welche Finanzierungsbedingungen bestehen.
Informationen über Zinssätze, Tilgungspläne und mögliche Sicherheiten enthält der übermittelte Abschluss nicht in ausreichendem Umfang.
Deshalb lässt sich nicht beziffern, in welchem Umfang sich die Zinsbelastung des Windparks durch den Rückgang der Verbindlichkeiten verändert hat.
Mehr als fünf Millionen Euro langfristig gebunden
Die Laufzeitstruktur der Verbindlichkeiten zeigt, dass der überwiegende Teil der Verpflichtungen langfristig ist.
Nach Angaben des Unternehmens entfallen 5.183.185 Euro auf Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.
Im Vorjahr waren es 6.281.045 Euro.
Damit verringerte sich dieser langfristige Teil um 1.097.860 Euro.
Die innerhalb eines Jahres fälligen Verbindlichkeiten beliefen sich Ende 2025 auf 230.402,92 Euro.
Im Vorjahr waren es 286.275,85 Euro.
Somit sind rund 95,7 Prozent der ausgewiesenen Verbindlichkeiten erst nach mehr als fünf Jahren fällig.
Für die kurzfristige Liquiditätsplanung ist dies grundsätzlich günstig, da nur ein vergleichsweise geringer Teil der Verbindlichkeiten innerhalb des nächsten Jahres zurückgezahlt werden muss.
Allerdings können auch laufende Zinszahlungen, Betriebskosten und andere finanzielle Verpflichtungen anfallen, die nicht vollständig aus der Laufzeitstruktur der bilanzierten Verbindlichkeiten hervorgehen.
Bankguthaben bleibt bei rund 1,47 Millionen Euro
Die liquiden Mittel der Windparkgesellschaft beliefen sich zum 31. Dezember 2025 auf 1.472.716,93 Euro.
Im Vorjahr waren es 1.561.994,31 Euro.
Das Bankguthaben verringerte sich damit um 89.277,38 Euro beziehungsweise rund 5,7 Prozent.
Trotz dieses Rückgangs verfügt die Gesellschaft zum Bilanzstichtag über einen erheblichen Bestand an liquiden Mitteln.
Das Bankguthaben liegt deutlich über den innerhalb eines Jahres fälligen Verbindlichkeiten von rund 230.000 Euro.
Rechnerisch beträgt das Verhältnis etwa 6,4 zu 1.
Dies ist ein positiver Hinweis auf die stichtagsbezogene Liquiditätsausstattung.
Allerdings ist daraus keine umfassende Aussage über die künftige Zahlungsfähigkeit abzuleiten.
Denn die Bilanz zeigt lediglich die vorhandenen Mittel und Verpflichtungen zum Jahresende.
Welche Ausgaben, Investitionen oder weiteren Zahlungsverpflichtungen im Jahr 2026 anfallen, lässt sich daraus nicht vollständig bestimmen.
Forderungen gehen um mehr als die Hälfte zurück
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände verringerten sich ebenfalls deutlich.
Zum Jahresende 2025 wurden 389.885,62 Euro ausgewiesen.
Im Vorjahr waren es 841.115,09 Euro.
Damit gingen die Forderungen um 451.229,47 Euro beziehungsweise rund 53,6 Prozent zurück.
Laut Anhang sind sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände innerhalb eines Jahres zur Zahlung fällig.
Der Rückgang kann unterschiedliche Ursachen haben.
Denkbar sind beispielsweise der Eingang zuvor offener Zahlungen oder geringere Forderungsbestände aus dem laufenden Geschäft.
Welche konkreten Geschäftsvorfälle dafür verantwortlich waren, wird im Abschluss jedoch nicht näher erläutert.
Deshalb wäre es nicht gerechtfertigt, aus dem Rückgang allein auf eine Verbesserung oder Verschlechterung der Zahlungsmoral von Geschäftspartnern zu schließen.
Eigenkapital sinkt auf 4,8 Millionen Euro
Das Eigenkapital der Gesellschaft belief sich zum 31. Dezember 2025 auf 4.800.442,99 Euro.
Im Vorjahr hatte es noch 5.229.768,95 Euro betragen.
Damit verringerte sich das Eigenkapital um 429.325,96 Euro beziehungsweise rund 8,2 Prozent.
Trotz dieses Rückgangs liegt die Eigenkapitalquote bei rund 46,4 Prozent.
Im Vorjahr hatte sie etwa 43,8 Prozent betragen.
Die Eigenkapitalquote ist somit gestiegen, obwohl der absolute Eigenkapitalbetrag gesunken ist.
Der Grund liegt darin, dass sich die Bilanzsumme prozentual stärker verringerte als das Eigenkapital.
Für die wirtschaftliche Beurteilung ist dies ein wichtiger Unterschied.
Ein sinkender Eigenkapitalbetrag muss nicht automatisch mit einer Verschlechterung der Eigenkapitalquote einhergehen.
Bedeutet der Eigenkapitalrückgang einen Verlust?
Aus der Verringerung des Eigenkapitals lässt sich nicht unmittelbar schließen, dass die Gesellschaft im Jahr 2025 einen Jahresverlust von rund 429.000 Euro erwirtschaftet hat.
Der Anhang enthält hierzu eine wichtige Erläuterung.
Demnach wurde der Jahresabschluss unter Berücksichtigung der vollständigen Verwendung des Jahresergebnisses durch Zuweisung zu den Kapitalkonten der Gesellschafter aufgestellt.
Bei einer Kommanditgesellschaft können Veränderungen der Kapitalkonten unter anderem durch Ergebniszuweisungen, Einlagen oder Entnahmen entstehen.
Ohne eine detaillierte Entwicklung der Gesellschafterkonten und eine vollständige Gewinn- und Verlustrechnung lässt sich nicht feststellen, welche Vorgänge den Eigenkapitalrückgang verursacht haben.
Der Umsatzrückgang ist daher nicht mit einem entsprechenden Jahresverlust gleichzusetzen.
Rückstellungen sinken leicht
Die Rückstellungen verringerten sich von 154.581,79 Euro im Vorjahr auf 141.544,71 Euro zum Jahresende 2025.
Dies entspricht einem Rückgang um 13.037,08 Euro beziehungsweise rund 8,4 Prozent.
Nach Angaben des Unternehmens wurden Rückstellungen für erkennbare Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten gebildet.
Bei längerfristigen Verpflichtungen werden erwartete Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt.
Zudem erfolgt eine Abzinsung nach den handelsrechtlichen Bewertungsregeln.
Der Anhang nennt Abzinsungserträge in Höhe von 13.468,34 Euro.
Im Vorjahr waren es 4.155 Euro.
Welche konkreten Rückstellungen von den Veränderungen betroffen sind, lässt sich aus den vorliegenden Angaben nicht vollständig erkennen.
Beteiligungserträge fallen deutlich geringer aus
Neben den Umsatzerlösen enthält der Anhang Angaben zu Erträgen aus Beteiligungen an verbundenen Unternehmen.
Diese beliefen sich im Geschäftsjahr 2025 auf 2.450,49 Euro.
Im Vorjahr waren es 9.663,68 Euro.
Damit gingen die ausgewiesenen Beteiligungserträge um rund 74,6 Prozent zurück.
Im Verhältnis zu den Umsatzerlösen der Gesellschaft ist dieser Betrag allerdings vergleichsweise gering.
Die wirtschaftliche Bedeutung des Windparks dürfte daher wesentlich stärker von den Umsatzerlösen und den laufenden Aufwendungen abhängen als von den ausgewiesenen Beteiligungserträgen.
Eine abschließende Aussage zur Gewinnsituation ist jedoch nicht möglich, da die vollständige Gewinn- und Verlustrechnung in den übermittelten Unterlagen nicht enthalten ist.
Keine eigenen Arbeitnehmer
Die Phase 5 GmbH & Co. Windpark Kahnsdorf KG beschäftigte im Geschäftsjahr 2025 keine Arbeitnehmer.
Auch im Vorjahr waren keine Arbeitnehmer ausgewiesen worden.
Bei Windparkgesellschaften ist dies nicht ungewöhnlich.
Technische Betriebsführung, Wartung, Verwaltung und kaufmännische Dienstleistungen können durch externe Unternehmen oder andere Gesellschaften erbracht werden.
Persönlich haftende Gesellschafterin und alleinige Geschäftsführerin ist die Phase 5 GmbH mit Sitz in Lindow (Mark).
Diese verfügt laut Jahresabschluss über ein gezeichnetes Kapital von 25.000 Euro.
Die Geschäftsführung wurde im Geschäftsjahr durch Jan Teut und Grit Wellnitz-Teut wahrgenommen.
Der Jahresabschluss wurde am 8. September 2026 unterzeichnet und am selben Tag festgestellt beziehungsweise gebilligt.