Dark Mode Light Mode

Insolvenzgericht Offenburg ordnet Sicherungsmaßnahmen bei Highscore GmbH an

Das Insolvenzgericht Offenburg hat im Verfahren über den Antrag der Highscore GmbH mit Sitz in Lahr am 20.10.2026 um 11:00 Uhr Sicherungsmaßnahmen angeordnet. Das Verfahren läuft unter dem Aktenzeichen 40 IN 626/26. Nach der amtlichen Bekanntmachung geht es dabei um Maßnahmen, die das Vermögen der Schuldnerin bis zur Entscheidung über den Insolvenzantrag sichern sollen.

Was die Sicherungsmaßnahmen bedeuten

Die Bekanntmachung zeigt: Das Gericht will verhindern, dass sich die Vermögenslage der Highscore GmbH vor einer Entscheidung über den Insolvenzantrag nachteilig verändert. Dafür wurden Zwangsvollstreckungsmaßnahmen gegen die Schuldnerin weitgehend untersagt. Bereits begonnene Maßnahmen werden einstweilen eingestellt, soweit nicht unbewegliche Gegenstände betroffen sind.

Außerdem wurde Rechtsanwalt Christoph Kiefer aus Offenburg zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Seine Aufgabe ist es nach der Bekanntmachung, die Schuldnerin zu überwachen, ihr Vermögen zu sichern und zu erhalten. Er ist nicht der allgemeine Vertreter der Gesellschaft. Zugleich soll er prüfen, ob das Vermögen der Schuldnerin die Kosten des Verfahrens decken wird.

Folgen für Verfügungen, Konten und Forderungen

Nach dem Beschluss sind Verfügungen der Schuldnerin über Gegenstände ihres Vermögens nur noch mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters wirksam. Für Bankkonten und Außenstände wurde der Schuldnerin die Verfügung entzogen; die Verwaltungs- und Verfügungsbefugnis geht insoweit auf den vorläufigen Insolvenzverwalter über. Er ist ermächtigt, Bankguthaben und sonstige Forderungen einzuziehen und eingehende Gelder entgegenzunehmen.

Die Bekanntmachung ordnet außerdem an, dass Schuldner der Highscore GmbH nicht mehr an die Gesellschaft zahlen dürfen. Zahlungen sollen nur noch an den vorläufigen Insolvenzverwalter geleistet werden. Auch die kontoführenden Kreditinstitute werden ihm gegenüber zur Auskunft verpflichtet.

Der vorläufige Insolvenzverwalter darf zudem Geschäftsräume und betriebliche Einrichtungen betreten, Nachforschungen anstellen und Einsicht in Bücher sowie Geschäftspapiere nehmen. Die Schuldnerin muss ihm die erforderlichen Auskünfte erteilen und Unterlagen herausgeben.

Was Betroffene jetzt tun können

Für Kunden, Anleger oder Gläubiger bedeutet die Bekanntmachung vor allem: Vorsicht bei Zahlungen und offenen Forderungen. Wer Ansprüche gegen die Highscore GmbH hat, sollte sich an die Vorgaben des vorläufigen Insolvenzverwalters halten und Zahlungen nicht mehr an die Gesellschaft selbst leisten, sofern dies von der Anordnung erfasst ist. Offene Forderungen sollten geprüft und dokumentiert werden. Wichtig ist, Fristen und weitere Veröffentlichungen des Insolvenzgerichts Offenburg zum Aktenzeichen 40 IN 626/26 im Blick zu behalten.

Kommentar hinzufügen Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Previous Post

Vorläufige Verwaltung angeordnet: Was die Bekanntmachung zur Gauss Robotics GmbH bedeutet

Next Post

Vorläufige Insolvenzverwaltung bei Losansky Bau GmbH angeordnet