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Rückruf bei Skoda: Rund 370.000 Fahrzeuge in Deutschland potenziell betroffen

geralt (CC0), Pixabay

Nach umfangreichen Rückrufen bei Volkswagen, Audi und Seat ist nun offenbar auch Skoda betroffen. Bei der tschechischen VW-Tochter könnten weltweit rund 1,7 Millionen Fahrzeuge von einem sicherheitsrelevanten Problem betroffen sein. Allein in Deutschland geht es nach Daten des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) um rund 370.000 Fahrzeuge. Im schlimmsten Fall könnte ein technischer Defekt zum Ausfall der Lenkung führen.

Damit erreicht die Rückrufaktion eine weitere Marke des Volkswagen-Konzerns. Nach Angaben aus der Rückrufdatenbank des Kraftfahrt-Bundesamtes dürfte bei Skoda das gleiche technische Problem vorliegen, das bereits Fahrzeuge anderer Konzernmarken betrifft.

Demnach besteht die Gefahr, dass eine Schraube abreißt. Als mögliche Folge nennt die Rückrufdatenbank einen Ausfall der Lenkung. Wegen der möglichen Auswirkungen auf die Fahrzeugkontrolle sollten betroffene Halter einen entsprechenden Rückruf deshalb ernst nehmen.

Rund 1,7 Millionen Skoda-Fahrzeuge weltweit potenziell betroffen

Die Dimension der Aktion ist erheblich: Weltweit könnten rund 1,7 Millionen Fahrzeuge betroffen sein. Für Deutschland weisen die KBA-Daten rund 370.000 potenziell betroffene Fahrzeuge aus.

Welche einzelnen Modelle, Baujahre oder Fahrzeugvarianten konkret unter die Rückrufaktion fallen, sollte anhand der jeweiligen Fahrzeugidentifikationsnummer (FIN) beziehungsweise einer offiziellen Rückrufinformation geprüft werden.

Skoda selbst hatte sich zu den Angaben zunächst noch nicht geäußert.

Was Skoda-Fahrer jetzt tun sollten

Wer einen Skoda fährt, sollte zunächst Ruhe bewahren: Die hohe Zahl potenziell betroffener Fahrzeuge bedeutet nicht, dass bei jedem einzelnen Auto bereits ein Defekt vorliegt oder unmittelbar die Lenkung ausfallen wird.

Dennoch sollte ein Rückruf mit einem möglichen Lenkungsausfall nicht aufgeschoben werden. Erhalten Fahrzeughalter ein Schreiben des Herstellers oder eine andere offizielle Benachrichtigung, sollten sie zeitnah Kontakt zu einer Vertragswerkstatt aufnehmen und einen Termin für die vorgesehene Überprüfung beziehungsweise Reparatur vereinbaren.

Auch wer bislang kein Schreiben erhalten hat, aber vermutet, dass sein Fahrzeug betroffen sein könnte, kann anhand der FIN prüfen lassen, ob das eigene Auto von der Aktion erfasst wird.

Rückruf betrifft offenbar mehrere Marken des VW-Konzerns

Der Skoda-Rückruf steht nicht isoliert da. Zuvor waren bereits mehrere Millionen Fahrzeuge der Konzernmarken Volkswagen, Audi und Seat Gegenstand entsprechender Rückrufmaßnahmen.

Nach Einschätzung des Kraftfahrt-Bundesamtes dürfte bei Skoda dieselbe technische Problematik zugrunde liegen.

Für Verbraucher ist deshalb vor allem entscheidend, nicht allein nach Marke oder Modell zu urteilen. Ob ein bestimmtes Fahrzeug tatsächlich betroffen ist, lässt sich zuverlässig erst über die konkreten Rückrufdaten beziehungsweise die Fahrzeugidentifikationsnummer feststellen.

Sicherheitsrelevante Rückrufe nicht ignorieren

Bei Rückrufen unterscheiden sich die möglichen Folgen eines Mangels erheblich. Geht es jedoch um Bauteile der Lenkung, Bremsanlage oder andere für die Fahrzeugkontrolle wesentliche Komponenten, sollten Halter besonders aufmerksam sein.

Wer eine Rückrufaufforderung erhält, sollte diese aufbewahren und die darin vorgesehenen Maßnahmen durchführen lassen. Nach einem Werkstattbesuch empfiehlt es sich zudem, einen Nachweis über die erledigte Rückrufmaßnahme zu den Fahrzeugunterlagen zu nehmen.

Verbraucherhinweis: Entscheidend ist nicht allein, ob das eigene Fahrzeugmodell in allgemeinen Meldungen genannt wird. Maßgeblich ist, ob das konkrete Fahrzeug anhand seiner FIN von der Rückrufaktion erfasst wird.

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