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Haribo stoppt Pläne für neues Werk in Neuss – weltwirtschaftliche Lage verhindert Millionen-Investition

Haribo stoppt Pläne für neues Werk in Neuss – weltwirtschaftliche Lage verhindert Millionen-Investition

Lufina (CC0), Pixabay

Damit ist ein größeres Investitionsvorhaben des Süßwarenherstellers vorerst vom Tisch.

Haribo hatte ursprünglich geplant, in Neuss ein neues Werk zu errichten. Nun teilte das Unternehmen mit, dass die entsprechenden Baupläne nicht weiterverfolgt werden.

Haribo: Rahmenbedingungen haben sich „grundlegend verändert“

Die Begründung des Unternehmens fällt deutlich aus.

Eine Haribo-Sprecherin erklärte:

„Seit Planungsbeginn haben sich die weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen grundlegend verändert.“

Insbesondere globale Krisen hätten zu Verknappungen bei Baumaterialien geführt.

Bei einem Bauprojekt dieser Größenordnung sei jedoch Planungssicherheit notwendig.

Diese sieht das Unternehmen unter den veränderten Rahmenbedingungen offenbar nicht mehr in ausreichendem Umfang gegeben.

Keine konkrete Investitionssumme genannt

Welche Investitionssumme durch die Entscheidung nun tatsächlich nicht in Neuss realisiert wird, geht aus der vorliegenden Meldung nicht hervor.

Zwar ist von einer Millionen-Investition beziehungsweise einem Projekt erheblicher Größenordnung die Rede. Eine konkrete Summe wird jedoch nicht genannt.

Ebenso fehlen Angaben dazu, wie groß das geplante Werk werden sollte und welche Produktionskapazitäten dort vorgesehen waren.

Deshalb wäre es auf Grundlage der vorliegenden Informationen nicht möglich, den wirtschaftlichen Umfang der gestrichenen Investition exakt zu beziffern.

Auswirkungen auf Arbeitsplätze bleiben offen

Eine weitere wichtige Frage beantwortet die vorliegende Mitteilung ebenfalls nicht:

Wie viele neue Arbeitsplätze wären durch das geplante Werk in Neuss entstanden?

Dazu enthält die Meldung keine Angaben.

Entsprechend lässt sich auch nicht beziffern, wie viele geplante Stellen durch die Aufgabe des Projekts nun nicht geschaffen werden.

Auch über mögliche Auswirkungen auf bereits bestehende Arbeitsplätze macht die Vorlage keine Angaben.

Globale Krisen treffen langfristige Investitionsentscheidungen

Die Begründung von Haribo zeigt zugleich ein grundsätzliches Problem großer Industrieprojekte.

Der Bau eines neuen Werks ist eine langfristige Investitionsentscheidung. Kosten für Baumaterialien, Energie, Personal und Finanzierung müssen dabei über einen längeren Zeitraum kalkulierbar sein.

Haribo verweist konkret darauf, dass globale Krisen zu Verknappungen bei Baumaterialien geführt hätten.

Für ein Projekt dieser Größenordnung benötige das Unternehmen jedoch Planungssicherheit.

Weitere konkrete wirtschaftliche Faktoren, die zur Aufgabe des Projekts geführt haben könnten, nennt Haribo in der vorliegenden Stellungnahme nicht.

Es wäre deshalb spekulativ, die Entscheidung zusätzlich mit bestimmten Energiepreisen, Finanzierungskosten oder einer veränderten Nachfrage nach Süßwaren zu erklären.

Rückschlag für den Standort Neuss

Für Neuss bedeutet die Entscheidung jedenfalls, dass eine ursprünglich geplante Unternehmensinvestition nicht umgesetzt wird.

Welche wirtschaftlichen Folgen das konkret für die Stadt hat, lässt sich anhand der vorliegenden Informationen allerdings nicht quantifizieren.

Insbesondere ist nicht bekannt, welche Beschäftigungs-, Steuer- oder sonstigen wirtschaftlichen Effekte ursprünglich mit dem neuen Werk erwartet worden waren.

Ebenso geht aus der Meldung nicht hervor, ob Haribo das betreffende Grundstück behalten, verkaufen oder möglicherweise für ein anderes Projekt nutzen will.

Ist das Projekt nur verschoben?

Auch diese Frage lässt sich derzeit nicht positiv beantworten.

Haribo spricht nach der vorliegenden Meldung davon, die Baupläne aufgegeben zu haben.

Das ist etwas anderes als eine bloße Verschiebung des Baubeginns.

Ob das Unternehmen bei veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen irgendwann erneut über ein Werk in Neuss nachdenken könnte, geht aus der Stellungnahme nicht hervor.

Deshalb sollte derzeit weder von einer späteren Wiederaufnahme des Projekts ausgegangen noch diese ausgeschlossen werden.

Planungssicherheit entscheidet über Großinvestitionen

Die Absage zeigt letztlich, wie schnell sich die Voraussetzungen für langfristige Investitionen verändern können.

Was zu Beginn eines Projekts wirtschaftlich kalkulierbar erscheint, kann sich durch internationale Krisen, Lieferengpässe und veränderte Rahmenbedingungen erheblich verändern.

Haribo zieht daraus für das geplante Werk in Neuss nun eine klare Konsequenz:

Das Unternehmen baut das vorgesehene neue Werk nicht.

Wie hoch die dadurch ausbleibende Investition genau ist und wie viele neue Arbeitsplätze ursprünglich entstehen sollten, bleibt nach der vorliegenden Meldung offen.

Fest steht lediglich die Begründung des Unternehmens: Seit Beginn der Planungen hätten sich die weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen grundlegend verändert. Für ein Projekt dieser Größenordnung fehle dadurch die notwendige Planungssicherheit.

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