Die luxemburgische Finanzaufsicht CSSF (Commission de Surveillance du Secteur Financier) warnt vor betrügerischen Aktivitäten, bei denen die Identität der 7GC GP II S.À R.L. rechtsmissbräuchlich verwendet wird.
Nach Angaben der CSSF beziehen sich unbekannte Personen in betrügerischer Weise auf die Gesellschaft. Die Finanzaufsicht stellt dabei ausdrücklich klar: Die echte 7GC GP II S.À R.L. steht in keiner Verbindung zu diesen Aktivitäten.
Angeblicher Unternehmenssitz in Graz
Im Zusammenhang mit den fraglichen Aktivitäten wird die Adresse Radetzkystraße 30, 8010 Graz, Österreich, als angeblicher Gesellschaftssitz genannt.
Eine konkrete Internetseite, E-Mail-Adresse oder Telefonnummer führt die CSSF in der vorliegenden Warnung dagegen nicht auf. Damit lässt sich die Warnung nicht allein an einer bestimmten Domain oder Telefonnummer festmachen.
Entscheidend ist vielmehr der verwendete Firmenname: Unbekannte Personen berufen sich auf eine tatsächlich existierende Gesellschaft und können dadurch den Eindruck erwecken, im Namen eines regulierten beziehungsweise registrierten Finanzunternehmens zu handeln.
Echte Gesellschaft ist bei der CSSF registriert
Die tatsächliche 7GC GP II S.À R.L. wird von der CSSF als registrierter Verwalter alternativer Investmentfonds (AIFM) geführt.
Gerade das macht einen solchen Identitätsmissbrauch besonders tückisch. Wer den Unternehmensnamen überprüft, kann tatsächlich auf einen offiziellen Eintrag stoßen. Daraus folgt jedoch nicht, dass Personen, die diesen Namen verwenden, tatsächlich für die Gesellschaft tätig sind.
Die CSSF zieht deshalb eine klare Grenze zwischen dem echten Unternehmen und den unbekannten Personen hinter den fraglichen Aktivitäten.
Warnung richtet sich nicht gegen 7GC GP II S.À R.L.
Für die Einordnung ist dieser Punkt besonders wichtig: Die CSSF warnt nicht vor der echten 7GC GP II S.À R.L. selbst. Gewarnt wird vor unbekannten Personen, die deren Identität missbräuchlich verwenden.
Aus den vorliegenden Angaben geht nicht hervor, welche konkreten Investments oder Finanzprodukte angeboten wurden, wie potenzielle Opfer kontaktiert werden oder ob bereits finanzielle Schäden entstanden sind.
Fest steht laut CSSF jedoch: Die unter dem Namen der Gesellschaft auftretenden betrügerischen Aktivitäten haben keine Verbindung zur echten 7GC GP II S.À R.L.
Damit zeigt der Fall ein grundsätzliches Problem bei Finanzbetrug: Selbst wenn der Firmenname tatsächlich existiert und sich in einem offiziellen Register finden lässt, ist damit noch nicht bewiesen, dass ein vermeintlicher Ansprechpartner wirklich für dieses Unternehmen arbeitet.