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Beim Einkauf sparen: Warum die größte Packung nicht immer die günstigste ist

Alexas_Fotos (CC0), Pixabay

Große Packung gleich großer Preisvorteil? Das stimmt nicht immer. Wer beim Einkauf wirklich Geld sparen möchte, sollte deshalb genauer hinschauen. Verbraucherzentralen empfehlen vor allem, Grundpreise zu vergleichen, nur benötigte Mengen zu kaufen und auch die oberen und unteren Regale zu beachten.

Grundpreis statt Packungspreis vergleichen

Bei Lebensmitteln ist der Grundpreis besonders wichtig. Er zeigt beispielsweise, was ein Kilogramm oder ein Liter tatsächlich kostet.

Eine kleinere Packung für 2,49 Euro kann dadurch günstiger sein als eine vermeintliche Sparpackung für 4,99 Euro.

Auch bei Waschmitteln sollte nicht allein die Größe der Verpackung entscheiden. Große Packungen können zusätzliche Füllstoffe enthalten. Aussagekräftiger ist deshalb die Angabe, für wie viele Waschladungen das Waschmittel reicht.

Großpackungen können sogar Geld verschwenden

Ein günstiger Kilopreis bringt wenig, wenn ein Teil des Lebensmittels später im Müll landet.

Das betrifft besonders leicht verderbliche Produkte wie Fleisch, Wurst oder Käse. Wer beispielsweise nur die Hälfte einer Großpackung verbraucht und den Rest wegwerfen muss, hat am Ende nichts gespart.

Vor dem Einkauf sollte deshalb überlegt werden: Wie viel brauche ich tatsächlich und kann ich die gesamte Menge rechtzeitig verbrauchen?

Gerade für Single-Haushalte können kleinere Mengen von der Frischetheke, vom Markt oder aus einem Unverpacktladen sinnvoller sein.

Im Supermarkt nach oben und unten schauen

Auch die Platzierung der Waren kann Einfluss darauf haben, wie viel Verbraucher bezahlen.

Teurere Produkte stehen häufig auf Augenhöhe. Günstigere Waren befinden sich dagegen oftmals ganz unten oder weit oben im Regal.

Deshalb lohnt es sich, sich beim Einkauf tatsächlich einmal zu bücken oder nach oben zu schauen.

Auch große Aktionsstände und auffällige Preisschilder bedeuten nicht automatisch, dass dort ein besonders günstiges Angebot wartet. Manchmal handelt es sich lediglich um auffällig präsentierte Markenprodukte.

Produkte kurz vor dem Mindesthaltbarkeitsdatum können sich lohnen

Wer Lebensmittel zeitnah verbrauchen kann, sollte auch auf reduzierte Ware achten. Produkte, deren Mindesthaltbarkeitsdatum bald erreicht ist, werden häufig deutlich günstiger angeboten.

Dabei bedeutet das Erreichen des Mindesthaltbarkeitsdatums nicht automatisch, dass ein Lebensmittel verdorben ist. Bei geeigneten Produkten können Verbraucher nach Ablauf mit Sehen, Riechen und vorsichtigem Probieren prüfen, ob sie noch einwandfrei sind.

Drei einfache Regeln für den Einkauf

Wer sparen möchte, sollte sich deshalb drei Dinge merken: Grundpreis vergleichen, nur die wirklich benötigte Menge kaufen und nicht nur auf Augenhöhe ins Regal schauen.

Denn eine riesige Verpackung, ein auffälliges Preisschild oder die Bezeichnung „Jumbo“ machen aus einem Produkt noch lange kein Schnäppchen.

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