Mit dem Schulstart in Mecklenburg-Vorpommern rückt auch die Frage nach einer guten Pausenverpflegung wieder in den Mittelpunkt. Kinder brauchen während eines langen Schultages ausreichend Energie, um aufmerksam und leistungsfähig zu bleiben. Gleichzeitig erleben viele Eltern, dass die Brotdose nahezu unangetastet wieder mit nach Hause kommt.
Nach Einschätzung der Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern können schon kleine Veränderungen bei Auswahl und Gestaltung der Pausenverpflegung dafür sorgen, dass Kinder lieber zugreifen und weniger Lebensmittel im Müll landen.
Vertrautes kommt meist besser an
Gerade im Schulalltag greifen Kinder häufig lieber zu Lebensmitteln, die sie bereits kennen und mögen. Neue Lebensmittel sollten deshalb besser zunächst zu Hause ausprobiert werden.
Eine ausgewogene Brotdose sollte aus vier Bausteinen bestehen: einem Getreideprodukt wie Brot, Müsli oder Wrap, etwas Gemüse oder Obst, einem Milchprodukt wie Käse oder Joghurt sowie einem Getränk.
Als Getränke eignen sich vor allem Wasser, Schorlen oder ungesüßter Tee.
Diese Kombination kann dazu beitragen, länger satt zu bleiben und gleichzeitig wichtige Nährstoffe und Vitamine aufzunehmen.
Das Auge isst auch bei Kindern mit
Nicht nur der Inhalt entscheidet darüber, ob die Brotdose leer wird. Auch die Präsentation spielt eine Rolle.
Manche Kinder mögen es beispielsweise nicht, wenn verschiedene Lebensmittel in der Dose miteinander in Berührung kommen. Besonders bei stärker riechenden oder geschmacksintensiven Speisen kann das störend sein.
Brotdosen mit mehreren getrennten Fächern können deshalb eine praktische Lösung sein.
Aufgeschnittenes Obst lässt sich mit etwas Zitronensaft beträufeln. Dadurch wird verhindert, dass die Oberfläche schnell braun wird. Auch einfache Veränderungen können ein belegtes Brot attraktiver machen: Ein Salatblatt oder einige Gurkenscheiben auf dem Käsebrot sorgen für Abwechslung.
Selbst die Trinkflasche kann eine Rolle spielen. Eine Flasche, die dem Kind gefällt und die es gerne benutzt, kann die Lust aufs Trinken erhöhen.
Kinder bei der Auswahl beteiligen
Wenn die Brotdose regelmäßig voll zurückkommt, sollten Eltern zunächst herausfinden, woran es liegt.
Vielleicht war in der Pause keine ausreichende Zeit zum Essen. Möglicherweise war die Portion zu groß oder das Kind hatte schlicht keine Lust auf die eingepackten Lebensmittel.
Statt die Dose jeden Tag gleich zu füllen, empfiehlt es sich deshalb, gemeinsam mit dem Kind über seine Vorlieben zu sprechen.
Kinder können beispielsweise mitentscheiden, welches Obst, welches Gemüse oder welcher Brotbelag in die Dose kommt. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die Lebensmittel später tatsächlich gegessen werden.
Im hektischen Schulalltag wird Essen manchmal vergessen
Ein weiteres Problem ist nicht unbedingt der Inhalt der Brotdose. Kinder vergessen im Schulalltag mitunter schlicht, etwas zu essen.
Eine kleine Erinnerung kann helfen, auf das eigene Hungergefühl zu achten und die Pause tatsächlich für eine Mahlzeit zu nutzen. Je nach Alter der Kinder kann hierbei auch Unterstützung durch die Lehrkräfte sinnvoll sein.
Entscheidend ist, die Ursache herauszufinden, wenn die Verpflegung regelmäßig unangetastet bleibt.
Gute Planung verhindert Lebensmittelverschwendung
Eine passende Pausenverpflegung hat damit gleich mehrere Vorteile. Sie versorgt Kinder während des Unterrichts mit Energie, kann die Konzentration unterstützen und verhindert gleichzeitig, dass unnötig Lebensmittel weggeworfen werden.
Dabei muss die Brotdose keineswegs besonders aufwendig sein. Oft sind es gerade einfache und vertraute Lebensmittel, die Kinder am liebsten essen.
Die wichtigste Regel lautet deshalb: Nicht möglichst viel einpacken, sondern das Richtige – abwechslungsreich, kindgerecht und in einer Menge, die das Kind tatsächlich essen kann.