Im Insolvenzverfahren über das Vermögen der EKS Wohnungsbau Würzburg GmbH & Co. KG hat das Amtsgericht Würzburg die Vergütung und die zu erstattenden Auslagen des Insolvenzverwalters für die Durchführung einer Nachtragsverteilung festgesetzt.
Das Verfahren wird beim Amtsgericht Würzburg – Insolvenzgericht – unter dem Aktenzeichen IN 84/24 geführt. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in der Bachgasse 12 in 97070 Würzburg und ist beim Amtsgericht Würzburg unter HRA 8779 eingetragen.
Vertreten wird die Gesellschaft durch ihre Komplementärin, die EKS Wohnungsbau Würzburg Verwaltungs GmbH. Deren Geschäftsführer sind Karl-Heinz Pfister, Stefanie Pfister und Eva Scholtz-Pfister.
Zum Insolvenzverwalter ist Kornelius Klatt aus Würzburg bestellt.
Nachträglich 8.753,37 Euro zur Verteilung vorhanden
Hintergrund der aktuellen Entscheidung ist eine Nachtragsverteilung. Dabei handelt es sich um die nachträgliche Verteilung von Vermögenswerten, die erst nach einer früheren Verteilung zur Insolvenzmasse gelangen oder aus anderen Gründen nachträglich verteilt werden können.
Nach den Angaben des Insolvenzgerichts beträgt der Wert der nachträglich zu verteilenden Insolvenzmasse 8.753,37 Euro.
Für die Durchführung dieser Nachtragsverteilung wurde dem Insolvenzverwalter eine gesonderte Vergütung zugesprochen. Hinzu kommen seine erstattungsfähigen Auslagen sowie jeweils die gesetzliche Umsatzsteuer von 19 Prozent.
Die konkrete Höhe der Vergütung und der Auslagen wird in der öffentlichen Bekanntmachung nicht genannt. Das entspricht § 64 Absatz 2 Insolvenzordnung (InsO), wonach die festgesetzten Beträge nicht veröffentlicht werden. Der vollständige Beschluss und die Antragsunterlagen können von Verfahrensbeteiligten beim Insolvenzgericht eingesehen werden.
Unternehmen gehört zum Immobilienbereich
Die EKS Wohnungsbau Würzburg GmbH & Co. KG ist ihrem Namen und ihrer Rechtsform nach dem Immobilien- beziehungsweise Wohnungsbaubereich zuzuordnen.
Der zusätzlich übermittelte Unternehmensgegenstand – Verwaltung von Haus- und Grundbesitz sowie Übernahme von Gesellschaftsbeteiligungen und Geschäftsführungen – beschreibt allerdings nach den vorliegenden Angaben nicht eindeutig die EKS Wohnungsbau Würzburg GmbH & Co. KG selbst. Darin wird ausdrücklich die „WBA Wohnungs- und Gewerbebau Aschau GmbH & Co. KG“ genannt. Deshalb sollte dieser Gegenstand der EKS Wohnungsbau Würzburg GmbH & Co. KG nicht ungeprüft zugerechnet werden.
Insolvenzverfahren läuft unter Aktenzeichen IN 84/24
Die aktuelle gerichtliche Entscheidung bedeutet nicht, dass jetzt ein neues Insolvenzverfahren eröffnet wurde. Vielmehr handelt es sich um eine Entscheidung innerhalb des bereits laufenden Insolvenzverfahrens IN 84/24.
Das Amtsgericht Würzburg hat mit seiner Bekanntmachung vom 14. August 2026 ausschließlich über die Festsetzung der Vergütung und Auslagen für die Nachtragsverteilung informiert. Der Insolvenzverwalter darf den festgesetzten Betrag der Insolvenzmasse entnehmen.
Die Nachtragsverteilung zeigt zugleich, dass nachträglich noch Vermögen von 8.753,37 Euro für das Insolvenzverfahren zur Verfügung steht.