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Millionenfund in Belgien: Bauarbeiter entdecken Goldschatz in Kellerwand

Stevebidmead (CC0), Pixabay

Der spektakuläre Goldfund in Belgien ist noch außergewöhnlicher als zunächst bekannt. Entdeckt wurde der Schatz in Sint-Gillis-Dendermonde in Ostflandern von einem 18-jährigen Ferienarbeiter namens Kobe und seinen Kollegen. Sie arbeiteten an neuen Abwasserleitungen, als sie unter dem Fundament beziehungsweise in einer zugemauerten Kellerwand auf das Versteck stießen.

Tausende Münzen und mehr als 40 Goldbarren

Der Fund umfasst nach aktuellen Berichten mindestens 4.000 alte Goldmünzen sowie mehr als 40 Goldbarren. Hinzu kommen offenbar Goldklumpen. Insgesamt wird der Wert auf ungefähr neun Millionen Euro geschätzt. Einige Berichte sprechen sogar von rund 50 Barren.

Kobe hielt die freigelegten Münzen zunächst für gewöhnliche Ein-Euro-Münzen. Erst als die Arbeiter einen Goldbarren und weitere Goldstücke entdeckten, wurde ihnen klar, was sie gefunden hatten. Das Gold war offenbar bewusst in einem zugemauerten Bereich verborgen worden.

Spur führt möglicherweise zu einer Brauerfamilie

Interessant ist auch die Geschichte des Gebäudes. Das repräsentative Haus gehörte ursprünglich Theophilus Van Assche, einem örtlichen Brauereibesitzer, und stammt aus dem späten 19. Jahrhundert. Der Historiker und frühere Bürgermeister von Dendermonde, Piet Buyse, hält es deshalb für möglich, dass der Schatz mit der Brauerfamilie Van Assche zusammenhängt. Bewiesen ist diese Theorie bislang allerdings nicht.

Die Polizei hat das gesamte Gold sichergestellt. Die Staatsanwaltschaft Ostflandern untersucht nun insbesondere, wem der Schatz gehört, wann er versteckt wurde und ob er legal erworben wurde.

Finder hoffen auf Belohnung

Die Bauarbeiter übergaben den Fund unmittelbar der Polizei. Der 18-jährige Kobe erklärte, angesichts der enormen Menge sei für ihn klar gewesen, dass man die Behörden einschalten müsse. Er hofft zwar auf einen Finderlohn, rechnet nach eigener Aussage aber zunächst nicht damit.

Das Gebäude gehört heute der Sozialorganisation CAW Oost-Vlaanderen. Sollte ihr der Schatz nach Abschluss der Ermittlungen zugesprochen werden, möchte die Organisation das Geld für zusätzliche Hilfsangebote für Wohnungs- und Obdachlose in Ostflandern einsetzen.

Damit bleibt die spannendste Frage offen: Wer hat einen Goldschatz im heutigen Wert von neun Millionen Euro in dieser Kellerwand versteckt – und warum? Die Ermittlungen zur Herkunft laufen weiter.

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