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Bäckerei Messing OHG: Traditionsbäckerei aus Berga unter vorläufiger Insolvenzverwaltung

Mohamed_hassan (CC0), Pixabay

Für die Bäckerei Messing OHG ist ein vorläufiges Insolvenzverfahren eingeleitet worden. Das Amtsgericht Halle (Saale) ordnete am 4. August 2026 um 13:00 Uhr die vorläufige Insolvenzverwaltung an. Das Verfahren wird unter dem Aktenzeichen 59 IN 342/26 geführt.

Betroffen ist die Bäckerei Messing OHG mit Sitz am Buchenweg 10 in 06536 Berga. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stendal unter der Nummer HRA 6673 eingetragen. Persönlich haftende Gesellschafter sind Maik Messing und Nicole Messing.

Die Bäckerei ist als klassischer Handwerksbetrieb im Bäckerhandwerk tätig. Zum Unternehmen gehören die Herstellung und der Verkauf von Backwaren wie Brot, Brötchen, Kuchen, Feingebäck und weiteren Backerzeugnissen. Darüber hinaus betreiben viele Bäckereien dieser Art eigene Verkaufsstellen und beliefern Gastronomie, Einzelhandel oder Großkunden in der Region.

Mit dem Beschluss des Insolvenzgerichts dürfen Verfügungen über das Vermögen der Bäckerei nur noch mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters vorgenommen werden. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Rüdiger Bauch von der Kanzlei Schultze & Braun Rechtsanwaltsgesellschaft mbH in Halle (Saale) bestellt. Seine Aufgabe besteht darin, das vorhandene Vermögen zu sichern, die wirtschaftliche Lage des Unternehmens zu prüfen und festzustellen, ob die Voraussetzungen für die Eröffnung eines regulären Insolvenzverfahrens vorliegen.

Zudem wurden die Schuldner der Bäckerei aufgefordert, Zahlungen nur noch unter Beachtung der gerichtlichen Anordnung zu leisten. Damit soll verhindert werden, dass Vermögenswerte dem späteren Insolvenzverfahren entzogen werden.

Die Anordnung der vorläufigen Insolvenzverwaltung bedeutet noch nicht, dass das Insolvenzverfahren bereits eröffnet wurde. In den kommenden Wochen wird der vorläufige Insolvenzverwalter die Vermögens-, Ertrags- und Liquiditätslage des Unternehmens untersuchen. Auf Grundlage dieser Prüfung entscheidet das Insolvenzgericht, ob ein reguläres Insolvenzverfahren eröffnet werden kann oder ob eine andere Entscheidung getroffen wird.

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