Die im September 2024 gegründete wpd Windpark Estorf Erweiterung Beteiligungs GmbH mit Sitz in Bremen hat ihren ersten Jahresabschluss veröffentlicht. Die Zahlen zeigen eine typische Bilanz einer neu gegründeten Projektgesellschaft, die sich noch in der Aufbauphase befindet und bislang lediglich erste organisatorische und finanzielle Grundlagen geschaffen hat.
Die Gesellschaft wurde am 17. September 2024 gegründet und gehört zur wpd-Gruppe, einem der international tätigen Entwickler von Windenergie- und Solarprojekten. Entsprechend weist der erste Jahresabschluss noch keine operative Geschäftstätigkeit oder größere Investitionen aus.
Die Bilanzsumme beläuft sich zum 31. Dezember 2024 auf 11.250,81 Euro. Davon entfallen 5.000 Euro auf Finanzanlagen. Im Umlaufvermögen werden Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von 110,50 Euro sowie Bankguthaben von 6.140,31 Euro ausgewiesen. Sachanlagen oder andere projektbezogene Vermögenswerte sind zum Bilanzstichtag noch nicht vorhanden.
Auf der Passivseite verfügt die Gesellschaft über ein gezeichnetes Kapital von 25.000 Euro. Allerdings war zum Jahresende lediglich die Hälfte des Stammkapitals eingezahlt. Entsprechend werden ausstehende Einlagen in Höhe von 12.500 Euro ausgewiesen. Nach Abzug des im Rumpfgeschäftsjahr entstandenen Jahresfehlbetrags von 2.474,89 Euro beträgt das Eigenkapital 10.025,11 Euro.
Der Verlust ist für eine neu gegründete Gesellschaft nicht ungewöhnlich. In den ersten Monaten entstehen regelmäßig Kosten für Gründung, Notar, Registereintrag, Verwaltung, Buchhaltung und laufende Organisation, ohne dass bereits Einnahmen erzielt werden. Rückstellungen wurden in Höhe von 1.225,70 Euro gebildet. Verbindlichkeiten bestehen zum Bilanzstichtag nicht.
Der Jahresabschluss verdeutlicht, dass sich die Gesellschaft noch in einer sehr frühen Projektphase befindet. Die eigentliche wirtschaftliche Entwicklung dürfte erst mit der Umsetzung des geplanten Windpark-Erweiterungsprojekts beginnen. Dann wären üblicherweise erhebliche Investitionen in Planungsleistungen, Genehmigungen, Grundstückssicherungen und später in Windenergieanlagen zu erwarten. Entsprechend würden sowohl Bilanzsumme als auch Finanzierungsvolumen deutlich ansteigen.
Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Bremer wpd GmbH einbezogen. Geschäftsführer sind Dr. Gernot Blanke und Björn Nullmeyer.
Der erste Jahresabschluss dokumentiert damit vor allem den formalen Start einer Projektgesellschaft innerhalb der wpd-Gruppe. Operative Aktivitäten oder umfangreiche Investitionen standen Ende 2024 noch aus, sodass die Bilanz den Charakter eines klassischen Gründungsabschlusses trägt.