Fridingen/Rottweil. Im Insolvenzeröffnungsverfahren über das Vermögen der AGOMED Medizin-Technik GmbH hat das Amtsgericht Rottweil umfangreiche Sicherungsmaßnahmen angeordnet und einen vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Das Verfahren wird unter dem Aktenzeichen 8 IN 104/26 geführt. Der Beschluss erging am 12. Mai 2026 um 11.35 Uhr.
Die Gesellschaft hat ihren Sitz im Öschweg 29 in 78567 Fridingen und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter HRB 748662 eingetragen. Geschäftsführer des Unternehmens sind Theunis Johanes Joubert und Franziska Svacina.
Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Dr. Thorsten Schleich aus Villingen-Schwenningen bestellt. Verfügungen der Gesellschaft über Gegenstände des schuldnerischen Vermögens sind seitdem nur noch mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters wirksam. Zusätzlich wurde der Gesellschaft untersagt, über Bankkonten und Außenstände zu verfügen. Die Verwaltungs- und Verfügungsbefugnis über diese Vermögenswerte ging auf den vorläufigen Insolvenzverwalter über.
Der vorläufige Insolvenzverwalter erhielt weitreichende Befugnisse. Er darf unter anderem Bankguthaben und Forderungen einziehen, Sonderkonten eröffnen, Geschäftsräume betreten sowie Einsicht in Bücher und Unterlagen nehmen. Zugleich wurden Zwangsvollstreckungsmaßnahmen gegen die Gesellschaft einstweilen eingestellt beziehungsweise neue Maßnahmen untersagt.
Die AGOMED Medizin-Technik GmbH war öffentlich zugänglichen Informationen zufolge im Bereich Medizintechnik tätig. Bereits der Firmenname weist auf die Entwicklung, Herstellung oder den Vertrieb medizinischer beziehungsweise technischer Produkte hin. Unternehmen dieser Branche beliefern häufig Kliniken, Arztpraxen oder medizinische Einrichtungen mit spezialisierten Geräten, Komponenten oder technischen Lösungen.
Der vorläufige Insolvenzverwalter soll nun prüfen, ob ein Insolvenzgrund vorliegt und welche Aussichten für eine Fortführung des Unternehmens bestehen.