Deutschland muss sich im kommenden EU-Haushalt auf deutlich geringere Mittel einstellen. Nach internen Berechnungen sollen dem Land im Zeitraum 2028 bis 2034 rund 57,3 Milliarden Euro zur Verfügung stehen – ein Rückgang von etwa elf Prozent im Vergleich zur aktuellen Förderperiode.
Besonders hart treffen die Kürzungen die Landwirtschaft. Ein großer Teil der bisherigen EU-Gelder floss an Bauern, doch hier drohen Einbußen in Milliardenhöhe. Gleichzeitig plant die Europäische Kommission eine grundlegende Reform: Statt fester Programme sollen die Mitgliedstaaten künftig freier entscheiden, wie sie die Mittel einsetzen.
Das bringt neue Konflikte mit sich. Denn jede Entscheidung hat Folgen: Wird die Landwirtschaft stärker unterstützt, fehlen Mittel für regionale Entwicklung oder soziale Projekte. Deutschland steht damit vor einer schwierigen Abwägung, wie die knapperen Gelder verteilt werden sollen.
Auch europaweit schrumpft der Haushalt. Während einige Länder stärker betroffen sind, profitieren andere von der neuen Verteilung. Die Verhandlungen dürften daher zäh werden.
Klar ist schon jetzt: Für Deutschland geht es nicht nur um weniger Geld – sondern um die Frage, wofür es künftig eingesetzt wird.