Der veröffentlichte Jahresabschluss der WKT – Windpark GmbH für das Geschäftsjahr 2024 zeigt eine deutliche Veränderung in der Bilanzstruktur. Während die Gesellschaft ihre Verbindlichkeiten erheblich reduzieren konnte und das Eigenkapital leicht gestiegen ist, ging die Bilanzsumme insgesamt spürbar zurück. Die Gesellschaft mit Sitz in Cloppenburg gilt nach den Kriterien des Handelsgesetzbuches als kleine Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.
Die Bilanzsumme der Gesellschaft sank zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2024 auf rund 1,69 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte sie noch etwa 2,06 Millionen Euro betragen. Damit verringerte sich die Bilanzsumme um rund 366.000 Euro. Maßgeblich für diese Entwicklung war insbesondere der Rückgang des Anlagevermögens, das von etwa 1,35 Millionen Euro im Vorjahr auf rund 972.000 Euro gesunken ist. Solche Entwicklungen sind bei Windparkgesellschaften nicht ungewöhnlich, da Windkraftanlagen und technische Infrastruktur über die Jahre planmäßig abgeschrieben werden.
Das Umlaufvermögen entwickelte sich hingegen stabil bis leicht positiv. Es lag im Geschäftsjahr 2024 bei rund 718.800 Euro und damit geringfügig über dem Vorjahreswert von rund 705.600 Euro. Innerhalb des Umlaufvermögens beliefen sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf rund 125.600 Euro. Im Vorjahr lagen sie noch bei etwa 138.400 Euro. Die sonstigen Vermögensgegenstände stiegen dagegen deutlich von rund 5.000 Euro auf etwa 14.700 Euro an.
Auf der Passivseite zeigt sich eine interessante Entwicklung: Das Eigenkapital der Gesellschaft erhöhte sich von rund 996.300 Euro im Vorjahr auf etwa 1,06 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2024. Die Eigenkapitalquote liegt damit bei ungefähr 62 Prozent, was für eine Windparkgesellschaft eine solide Kapitalbasis darstellt.
Parallel dazu wurden die Verbindlichkeiten deutlich reduziert. Sie sanken von rund 1,01 Millionen Euro im Vorjahr auf etwa 623.000 Euro im Jahr 2024. Der größte Teil dieser Verbindlichkeiten entfällt auf Bankdarlehen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten belaufen sich auf insgesamt rund 570.400 Euro. Im Vorjahr hatten sie noch etwa 951.000 Euro betragen. Ein Teil dieser Darlehen wird innerhalb eines Jahres fällig, während ein weiterer Anteil eine Restlaufzeit von ein bis fünf Jahren aufweist. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen liegen bei rund 51.300 Euro und damit leicht unter dem Vorjahreswert. Die sonstigen Verbindlichkeiten fallen mit rund 1.400 Euro nur gering ins Gewicht.
Auch bei den Rückstellungen gab es eine deutliche Veränderung. Sie wurden von rund 53.100 Euro im Vorjahr auf etwa 13.500 Euro reduziert. Rückstellungen dienen in der Regel dazu, erwartete Verpflichtungen oder Risiken abzudecken. Der Rückgang kann darauf hindeuten, dass bestimmte Risiken oder Verpflichtungen im Laufe des Jahres abgewickelt wurden.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben laut Anhang ausschließlich eine Laufzeit von unter einem Jahr. Ebenso weist der Verbindlichkeitenspiegel aus, dass ein großer Teil der Verpflichtungen kurzfristig fällig ist, während ein Teil der Bankverbindlichkeiten eine mittelfristige Laufzeit zwischen einem und fünf Jahren besitzt. Haftungsverhältnisse bestehen laut Jahresabschluss zum Bilanzstichtag nicht.
Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem sogenannten Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 HGB aufgestellt. Aufwendungen und Erträge wurden periodengerecht dem jeweiligen Geschäftsjahr zugeordnet. Das Sachanlagevermögen wird durch entsprechende Bestandsverzeichnisse dokumentiert, während Bankguthaben und Bankverbindlichkeiten durch Saldenbestätigungen und Kontoauszüge nachgewiesen werden.
Als Geschäftsführer der Gesellschaft ist Josef Klaus bestellt. Der Jahresabschluss wurde am 24. April 2025 festgestellt beziehungsweise gebilligt.
Aus wirtschaftlicher Sicht zeigt sich bei der WKT – Windpark GmbH eine Konsolidierung der Bilanz. Besonders der deutliche Rückgang der Bankverbindlichkeiten spricht für einen fortschreitenden Schuldenabbau. Gleichzeitig deutet der Rückgang des Anlagevermögens darauf hin, dass sich die bestehenden Anlagen zunehmend dem Ende ihrer Abschreibungszyklen nähern oder Investitionen in neue Anlagen bislang ausgeblieben sind. Für Investoren und Beobachter der Branche bleibt daher entscheidend, ob das Unternehmen künftig neue Investitionen tätigt oder weiterhin auf die Bewirtschaftung bestehender Anlagen setzt.