Die Immo Palatium GmbH mit Sitz in Mendig befindet sich seit Ende 2024 in einem Insolvenzverfahren. Das zuständige Gericht, das Amtsgericht Mayen, ordnete zunächst eine vorläufige Insolvenzverwaltung an, bevor im Februar 2025 weitere Schritte im Verfahren folgten.
Das Unternehmen war im Bau- und Dienstleistungsbereich tätig und bot unter anderem handwerkliche Leistungen rund um Bau, Renovierung und Gebäudepflege an.
Geschäftsfeld: Bau- und handwerkliche Dienstleistungen
Der Unternehmensgegenstand der Gesellschaft umfasste verschiedene Tätigkeiten im Bau- und Handwerksbereich. Dazu gehörten insbesondere:
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Trockenbauarbeiten im Innenausbau
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Gartenpflege und Landschaftsarbeiten
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Rückbau bzw. Abriss von Bauwerken
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Vermittlung bauhandwerklicher Dienstleistungen
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Transport von Waren bis zu 3,5 Tonnen
Damit war die Gesellschaft vor allem im Umfeld von Bauprojekten und Renovierungsarbeiten aktiv.
Mehrere Standorte und Registereinträge
Die Immo Palatium GmbH war an verschiedenen Standorten registriert und wurde zeitweise bei mehreren Handelsregistern geführt. Zu den bekannten Geschäftsadressen gehörten unter anderem:
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Am Bahnhof 3 in Mendig
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Kirchgasse 3 in Dirmstein
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Xantener Straße 7 in Neuss
Der aktuelle Registereintrag wird beim Amtsgericht Koblenz geführt.
Geschäftsführer und Unternehmensführung
Geschäftsführer der Gesellschaft ist laut Handelsregister Diljaver Asani aus Andernach.
Er ist einzelvertretungsberechtigt und kann laut Eintrag auch Rechtsgeschäfte im eigenen Namen oder als Vertreter Dritter abschließen. Diese sogenannte Befreiung vom Selbstkontrahierungsverbot ist bei vielen GmbH-Geschäftsführern üblich.
In der Vergangenheit gab es mehrere Wechsel in der Geschäftsführung.
Insolvenzverfahren seit Ende 2024
Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten des Unternehmens wurden Ende 2024 öffentlich sichtbar.
Im Dezember 2024 bestellte das Amtsgericht Mayen zunächst einen vorläufigen Insolvenzverwalter. Wenige Monate später folgte eine Aktualisierung des Insolvenzverfahrens.
Solche Maßnahmen werden in der Regel ergriffen, wenn ein Unternehmen zahlungsunfähig ist oder eine drohende Zahlungsunfähigkeit besteht. Der Insolvenzverwalter prüft dann unter anderem:
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die Vermögenslage des Unternehmens
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mögliche Sanierungschancen
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Ansprüche von Gläubigern
Entwicklung der Unternehmenszahlen
Die zuletzt veröffentlichten Bilanzzahlen stammen aus früheren Geschäftsjahren.
Demnach entwickelte sich das Unternehmen zunächst moderat:
Bilanz 2018
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Bilanzsumme: rund 38.000 Euro
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Eigenkapital: etwa 22.000 Euro
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Verbindlichkeiten: rund 15.700 Euro
Bilanz 2019
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Bilanzsumme: rund 89.000 Euro
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Eigenkapital: etwa 31.000 Euro
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Verbindlichkeiten: rund 43.000 Euro
Die relativ kleinen Bilanzsummen deuten darauf hin, dass es sich um ein kleines Bau- bzw. Handwerksunternehmen handelte.
Unternehmensnetzwerk
Im Umfeld der Gesellschaft bestehen laut Unternehmensdatenbanken Verbindungen zu mehreren Firmen aus dem Bau- und Energiebereich, darunter etwa:
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Centurio Bau GmbH
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NIC GmbH
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Mont-Serv GmbH
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EnergieWerke Management UG
Solche Netzwerke entstehen häufig durch gemeinsame Gesellschafter, Geschäftsführer oder Projektkooperationen.
Einordnung
Die Insolvenz der Immo Palatium GmbH steht beispielhaft für die schwierige wirtschaftliche Lage vieler kleiner Bau- und Handwerksbetriebe in den vergangenen Jahren. Steigende Materialkosten, Fachkräftemangel und schwankende Auftragslagen können gerade kleinere Unternehmen stark belasten.
Wie das Insolvenzverfahren letztlich ausgeht – ob eine Sanierung möglich ist oder das Unternehmen abgewickelt wird – hängt vom weiteren Verlauf des Verfahrens sowie von möglichen Investoren oder Übernahmeinteressenten ab.