Der Jahresabschluss der Windpark Dörgelin Beteiligungs GmbH für das Geschäftsjahr zeigt das Bild einer sehr kleinen Beteiligungsgesellschaft mit überschaubarem Vermögen, geringen Verbindlichkeiten, aber weiterhin anhaltenden Verlusten. Das Unternehmen firmierte zuvor unter dem Namen Windpark Antipassat Beteiligungs GmbH und hat seinen Sitz in Bremen.
Sehr kleine Bilanzsumme
Zum Ende des Geschäftsjahres weist die Gesellschaft eine Bilanzsumme von lediglich 9.119 Euro aus. Im Vorjahr lag diese noch bei etwa 11.770 Euro. Die Vermögensbasis des Unternehmens ist damit sehr klein.
Das Anlagevermögen besteht ausschließlich aus Finanzanlagen in Höhe von 5.000 Euro, die im Vorjahr noch nicht ausgewiesen wurden. Dabei handelt es sich in der Regel um Beteiligungen an anderen Gesellschaften oder Projektstrukturen.
Im Umlaufvermögen befinden sich lediglich Bankguthaben von rund 4.119 Euro. Diese sind gegenüber dem Vorjahr deutlich gesunken. Ende des vorherigen Geschäftsjahres verfügte die Gesellschaft noch über etwa 11.770 Euro an liquiden Mitteln.
Eigenkapital durch Verluste geschrumpft
Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt 25.000 Euro. Allerdings sind davon 12.500 Euro noch nicht eingezahlt, sodass das tatsächlich verfügbare Stammkapital lediglich 12.500 Euro beträgt.
Durch Verluste aus den vergangenen Geschäftsjahren hat sich das Eigenkapital weiter reduziert. Der Verlustvortrag beläuft sich auf 2.754,97 Euro, hinzu kommt ein Jahresfehlbetrag von 3.316 Euro für das aktuelle Geschäftsjahr.
Damit verbleibt ein Eigenkapital von nur noch rund 6.429 Euro.
Geringe Rückstellungen und Schulden
Die Rückstellungen der Gesellschaft liegen bei 2.490 Euro und haben sich gegenüber dem Vorjahr leicht erhöht. Sie dienen der Absicherung möglicher Verpflichtungen oder zukünftiger Kosten.
Die Verbindlichkeiten sind hingegen minimal. Sie betragen lediglich 200 Euro und haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.
Teil eines größeren Windenergie-Konzerns
Die Gesellschaft ist Teil einer größeren Unternehmensstruktur. Sie wird in den Konzernabschluss der wpd GmbH mit Sitz in Bremen einbezogen. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister veröffentlicht.
Die Geschäftsführung der Gesellschaft lag im Berichtsjahr bei Dr. Gernot Blanke.
Besonderheit bei den Vorjahreszahlen
Die Vorjahreszahlen sind nur eingeschränkt vergleichbar, da es sich beim vorherigen Abschluss um ein sogenanntes Rumpfgeschäftsjahr handelte. Dieses lief lediglich vom 26. Oktober bis zum 31. Dezember 2023 und umfasste damit nur gut zwei Monate Geschäftstätigkeit.
Einordnung aus Anlegersicht
Der Jahresabschluss zeigt eine sehr kleine Beteiligungsgesellschaft mit minimaler Vermögensbasis. Positiv ist, dass praktisch keine Schulden bestehen. Gleichzeitig verfügt das Unternehmen jedoch nur über geringe liquide Mittel und weist weiterhin Verluste aus.
Für Anleger oder Beobachter der Branche deutet vieles darauf hin, dass die Gesellschaft in erster Linie als Beteiligungs- oder Projektgesellschaft innerhalb eines größeren Konzerns fungiert. Ihre wirtschaftliche Bedeutung hängt daher stark von den Projekten ab, an denen sie beteiligt ist, sowie von der strategischen Rolle innerhalb der Konzernstruktur.