Zum Welt-HPV-Tag am 4. März rufen Gesundheitsexperten eindringlich zur Impfung gegen Humane Papillomviren (HPV) auf. Die Impfung gilt als wirksamer Schutz vor bestimmten Krebsarten – und sollte nach Empfehlung von Fachleuten möglichst früh erfolgen.
Das Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit (BIÖG) betont, dass insbesondere Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 9 und 14 Jahren optimal geschützt werden können. „Wer seine Kinder zwischen 9 und 14 Jahren impfen lässt, nutzt den optimalen Zeitpunkt und schafft eine wichtige Basis für deren langfristige Gesundheit“, sagte Johannes Nießen, kommissarischer Leiter des Instituts.
HPV – weit verbreitet, oft unterschätzt
Humane Papillomviren gehören zu den häufigsten sexuell übertragbaren Viren weltweit. Die meisten Infektionen verlaufen unbemerkt und heilen von selbst aus. Bestimmte HPV-Typen können jedoch langfristig schwere Erkrankungen verursachen.
Dazu zählen insbesondere:
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Gebärmutterhalskrebs
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Krebs im Mund- und Rachenraum
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Anal- und Peniskrebs
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weitere Tumorerkrankungen im Genitalbereich
Die Impfung schützt gezielt vor jenen Virus-Typen, die am häufigsten Krebs auslösen.
Stiko empfiehlt Impfung für Mädchen und Jungen
Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt die HPV-Impfung ausdrücklich für alle Mädchen und Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren. In diesem Zeitraum sind in der Regel zwei Impfdosen ausreichend.
Erfolgt die Impfung später – etwa ab 15 Jahren – sind drei Dosen notwendig. Der frühe Zeitpunkt wird empfohlen, weil die Impfung idealerweise vor dem ersten Kontakt mit dem Virus erfolgen sollte.
Prävention statt spätere Therapie
Experten betonen, dass die HPV-Impfung ein Beispiel für moderne Krebsprävention ist. Anders als klassische Vorsorgeuntersuchungen, die Erkrankungen möglichst früh erkennen sollen, verhindert die Impfung das Entstehen bestimmter Krebsarten von vornherein.
Trotz der klaren Empfehlungen bleibt die Impfquote in Deutschland bislang unter den angestrebten Werten. Fachleute sehen hier Informationsbedarf und rufen Eltern dazu auf, den Impfschutz aktiv zu prüfen.
Langfristiger Gesundheitsschutz
Aus Sicht der Gesundheitsbehörden geht es nicht nur um individuelle Vorsorge, sondern um langfristige öffentliche Gesundheitsstrategie. Eine hohe Impfquote könne das Auftreten HPV-bedingter Krebserkrankungen in Zukunft deutlich reduzieren.
Der Welt-HPV-Tag soll daher das Bewusstsein schärfen: Krebsprävention beginnt oft Jahre vor einer möglichen Erkrankung – und kann mit einer frühzeitigen Impfung entscheidend beeinflusst werden.