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Rückbau stockt: Warum Telefonzellen länger stehen bleiben als geplant

Hans (CC0), Pixabay

Der geplante vollständige Abbau öffentlicher Telefonzellen verzögert sich: Die Deutsche Telekom hat ihr Ziel verfehlt, sämtliche verbliebenen Anlagen bis Ende 2025 zu entfernen. Stattdessen werden noch zahlreiche Standorte länger bestehen bleiben – und das aus unerwarteten Gründen.

Nach Angaben des Konzerns liegt die Verzögerung nicht allein an technischen oder organisatorischen Problemen. In vielen Fällen scheitere der Rückbau an rechtlichen und bürokratischen Hürden. Für zahlreiche Standorte seien Genehmigungen notwendig, etwa wenn Telefonzellen auf kommunalen Flächen stehen oder unter Denkmalschutz fallen. Teilweise verzögerten sich außerdem Abstimmungen mit Städten und Gemeinden über den Abtransport oder eine mögliche Nachnutzung der Flächen.

Hinzu kommen praktische Schwierigkeiten: Einige Telefonzellen sind inzwischen in lokale Initiativen integriert worden, etwa als öffentliche Bücherschränke, Defibrillator-Stationen oder Mini-Werkzeugstationen. Wo solche Nutzungen bestehen, muss der Konzern zunächst klären, ob die Anlagen erhalten bleiben oder an Kommunen übergeben werden sollen, was zusätzliche Verhandlungen erfordert.

Obwohl klassische Münztelefone heute kaum noch genutzt werden, verursachen die verbliebenen Anlagen weiterhin Wartungs- und Betriebskosten. Die Telekom hält daher grundsätzlich an ihrem Ziel fest, das Netz öffentlicher Telefonzellen vollständig zurückzubauen. Ein neuer konkreter Termin für den Abschluss der Arbeiten wurde bislang jedoch nicht genannt.

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