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Wintersturm über Weihnachten: Kalifornien kämpft mit Sturzfluten, Stromausfällen und Todesopfern

DreiKubik (CC0), Pixabay

Ausgerechnet über die Weihnachtsfeiertage ist Kalifornien von schweren Unwettern heimgesucht worden. Ein kräftiger Wintersturm brachte in weiten Teilen des US-Bundesstaates heftigen Regen, starke Winde und gefährliche Sturzfluten. Mindestens drei Menschen kamen nach bisherigen Angaben ums Leben, die Lage bleibt angespannt.

Der Nationale Wetterdienst warnt weiterhin vor einem letzten, besonders intensiven Tiefdruckgebiet, das mit teils starkem Regen und Böen durch den Süden Kaliforniens ziehen soll. Erst zum Wochenende rechnen Meteorologen mit einer Wetterberuhigung und trockeneren Bedingungen. Bis dahin besteht vor allem in Hanglagen und bereits geschädigten Gebieten akute Gefahr durch Überflutungen sowie Schlamm- und Gerölllawinen.

Besonders schwer getroffen wurde an Heiligabend der Ort Wrightwood nordöstlich von Los Angeles. In dem bewaldeten Gebiet des Angel National Forest rissen Schlammlawinen Straßen auf, beschädigten Häuser und verschütteten ganze Grundstücke. Bilder zeigen überflutete Fahrbahnen, entwurzelte Bäume und Fahrzeuge, die von den Wassermassen fortgerissen wurden.

Auch die Infrastruktur leidet massiv unter dem Extremwetter. Zeitweise waren mehr als 58.000 Haushalte ohne Strom, vor allem im Bezirk Monterey südlich von San Francisco. Neben Starkregen kam es in höheren Lagen, etwa rund um den beliebten Urlaubsort Lake Tahoe, zu Schneefall. An der Küste sorgte hoher Wellengang für zusätzliche Gefahren.

In mehreren Bezirken wurden Evakuierungswarnungen ausgesprochen, teils auch verbindliche Räumungsanordnungen. Besonders brisant ist die Situation in Regionen rund um Los Angeles, die Anfang des Jahres bereits von verheerenden Waldbränden betroffen waren. Dort ist der Boden durch die Feuer stark geschädigt und kann große Wassermengen kaum aufnehmen – ein idealer Nährboden für Sturzfluten.

Ursache der extremen Niederschläge ist ein sogenannter „atmosphärischer Fluss“ – ein schmales Band feuchtigkeitsreicher Luft, das enorme Regenmengen transportiert. Solche Wetterlagen treten in Kalifornien immer häufiger auf und sorgen regelmäßig für schwere Schäden.

Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom reagierte bereits mit der Ausrufung des Notstands in mehreren Regionen, darunter auch in Los Angeles und San Diego. Auch die Bürgermeisterin von Los Angeles, Karen Bass, setzte den lokalen Notstand in Kraft, um zusätzliche Ressourcen für Rettungskräfte freizugeben. Diese sind im Dauereinsatz – von Wasserrettungen über das Freiräumen blockierter Straßen bis hin zur Organisation sicherer Evakuierungen.

Nach den zerstörerischen Großbränden zu Jahresbeginn trifft der Wintersturm Kalifornien erneut hart. Die kommenden Tage bleiben kritisch – erst danach können Einsatzkräfte und Bewohner aufatmen.

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