Die indonesische Hauptstadt Jakarta zieht eine klare Konsequenz aus den anhaltenden Tollwutproblemen im Land: Der Verkauf und Verzehr von Hunde- und Katzenfleisch wird vollständig verboten. Die Entscheidung wurde am Dienstag von Gouverneur Pramono Anung offiziell verkündet.
🦠 Hintergrund: Tollwut fordert jedes Jahr Dutzende Todesopfer
Der Gouverneur begründete das Verbot ausdrücklich mit der Bekämpfung der Tollwut, an der in Indonesien jedes Jahr zahlreiche Menschen sterben. Hunde und Katzen gehören zu den Hauptüberträgern der Krankheit, insbesondere in Regionen mit unzureichender Impfabdeckung.
Bereits vor einem Monat hatte Pramono angekündigt, den Handel mit Fleisch von Hunden, Katzen und auch Fledermäusen unterbinden zu wollen. Diese Tiere gelten als besonders risikobehaftet, da sie Tollwut oder andere zoonotische Erreger übertragen können.
📜 Was genau verboten wird
Der neue Gesetzestext geht weit über klassische Verkaufs- und Handelsverbote hinaus. Untersagt werden künftig sämtliche Tätigkeiten, die in irgendeiner Form auf den „Verzehr von Tollwut-Trägertieren“ abzielen. Dazu gehören:
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Schlachten
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Transport
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Verkauf
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Verarbeitung
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und natürlich der Konsum selbst
Damit schafft Jakarta eines der umfassendsten Verbote dieser Art im Land.
🌍 Ein Schritt mit Signalwirkung
Der Konsum von Hunde- und Katzenfleisch ist in Indonesien zwar nicht landesweit verbreitet, kommt aber in einigen Regionen traditionell vor. Mit dem Verbot sendet Jakarta – als politisches und wirtschaftliches Zentrum des Landes – ein deutliches Signal für einen stärkeren Gesundheitsschutz und für eine Tierwohl-Debatte, die in Südostasien zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Wie streng die Regel kontrolliert und umgesetzt wird, bleibt allerdings abzuwarten.