In Sachsen können Bürgerinnen und Bürger ab heute wieder den beliebten Reparatur-Bonus beantragen. Das Förderprogramm, das Ende 2024 wegen ausgeschöpfter Mittel pausiert werden musste, startet nun mit frischem Geld in die nächste Runde. Bis Ende 2026 stehen laut der Sächsischen Aufbaubank (SAB) rund vier Millionen Euro zur Verfügung.
Ziel des Bonusprogramms ist es, Nachhaltigkeit im Alltag zu fördern und die Lebensdauer von Geräten zu verlängern. Bezuschusst werden unter anderem die Reparaturen von Mobiltelefonen, Waschmaschinen, Kaffeeautomaten, Staubsaugern oder Fernsehern – also Geräte, die im Alltag oft vorschnell ersetzt werden.
💶 Bis zu 50 Prozent Zuschuss
Wer defekte Elektrogeräte reparieren lässt, kann bis zu 50 Prozent der Kosten, maximal 200 Euro pro Antrag, vom Freistaat zurückbekommen. Der Antrag kann online bei der Sächsischen Aufbaubank gestellt werden. Voraussetzung ist, dass die Reparatur von einem Fachbetrieb durchgeführt wird und eine Rechnung vorliegt.
„Mit dem Reparatur-Bonus wollen wir ein Zeichen gegen die Wegwerfgesellschaft setzen“, erklärte ein Sprecher des sächsischen Umweltministeriums. „Jede erfolgreiche Reparatur spart Ressourcen, Energie und CO₂.“
🌍 Nachhaltigkeit als Wirtschaftsfaktor
Das Programm war im Freistaat auf große Resonanz gestoßen: In den ersten Monaten nach Einführung im Jahr 2023 gingen so viele Anträge ein, dass das Budget frühzeitig aufgebraucht war.
Die Neuauflage bis 2026 soll nun für Kontinuität sorgen – auch im Sinne der lokalen Handwerksbetriebe, die von der wachsenden Nachfrage nach Reparaturen profitieren.
„Der Bonus stärkt das regionale Handwerk und motiviert die Menschen, Geräte länger zu nutzen, statt sie zu entsorgen“, so die SAB.
🔋 Symbol für bewussten Konsum
Der Reparatur-Bonus ist Teil einer breiteren Umweltstrategie Sachsens, die den Ressourcenverbrauch reduzieren und das Bewusstsein für nachhaltiges Konsumverhalten schärfen soll.
Viele Verbraucher sehen darin auch ein Signal an Hersteller, langlebigere und besser reparierbare Geräte zu produzieren – statt auf geplante Obsoleszenz zu setzen.
Eine Dresdner Bürgerin fasst es treffend zusammen: „Früher hat man kaputte Dinge geflickt, heute wirft man sie weg. Der Bonus hilft uns, das wieder umzudenken.“
🧩 Fazit: Kleine Maßnahme, große Wirkung
Mit der Neuauflage des Reparatur-Bonus setzt Sachsen ein Zeichen für Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Ressourcenschonung.
Das Programm zeigt: Nicht immer braucht es neue Geräte – manchmal reicht ein Schraubenschlüssel und ein bisschen Unterstützung vom Staat, um die Umwelt zu entlasten.