Dark Mode Light Mode

Ein Leben für den Kaffee — mit 100 Jahren noch hinter der Theke

Die Italienerin Anna Possi gilt als älteste Barista des Landes: Mit 100 Jahren steht sie noch immer in ihrer Bar hinter dem Tresen, serviert Espresso, Cappuccino und Kuchen – und hat damit eine beeindruckende Lebensleistung vollbracht.

Seit dem 1. Mai 1958 führt sie gemeinsam mit ihrem verstorbenen Ehemann die Bar „Bar Centrale“ im piemontesischen Nebbiuno bei Lago Maggiore – und das Tag für Tag, 365 Tage im Jahr.

Was sie antreibt

  • Anna betont, dass das Arbeiten mit Menschen, das tägliche Tun für andere und die Gemeinschaft in der Bar ihre wichtigsten Energielieferanten seien. „Ich will leben, unter Menschen sein“, sagt sie.
  • Dass sie noch so aktiv ist, führt sie nicht auf Wunder zurück, sondern auf eine Mischung aus Beständigkeit, Freude am Beruf und Offenheit für Neues – zum Beispiel liest sie morgens noch Zeitung und verfolgt Entwicklungen.
  • Interessanterweise hat sie sich bewusst dafür entschieden, nicht in den Ruhestand zu gehen: „Solange meine Gesundheit es erlaubt, werde ich weiterarbeiten“, lautet ihr Credo.

Die Bar als soziales Zentrum

Die Bar ist mehr als nur ein Kaffeehaus: In früheren Jahrzehnten war sie mit einer Jukebox und einem Tischfußball ein Treffpunkt für Jugendliche – heute verbindet sie Generationen und Gemeindemitglieder.

Viele ihrer Gäste kennt Anna seit deren Kindheit, manche kommen auch nur zum Plaudern, nicht unbedingt für einen Kaffee. Ihr Laden fungiert damit als lebendiges Stück Familien- und Dorfgeschichte.

Warum sie auf Kaffee verzichtet

Obwohl Anna noch immer als Barista arbeitet, trinkt sie selbst keinen Kaffee mehr, wie sie im Gespräch verrät. Der berufliche Zugang genügt ihr – das Getränk selbst braucht sie nicht mehr. „Kaffee trinkt sie nicht mehr.“
Stattdessen setzt sie auf Beständigkeit in ihrer Rolle und auf die Beziehung zu den Menschen in ihrer Umgebung.

Kleine Anekdote

Auf die Frage, was sie jungen Menschen für ihren Lebensweg raten würde, antwortet Anna klar: „Wähle einen Job, den du gern machst.“ Denn der Spaß an der Arbeit – so ihre Erfahrung – mache den Unterschied.

Kommentar hinzufügen Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Previous Post

Peking lockert den Griff: China setzt Exportstopp für Hightech-Metalle aus

Next Post

Windpark Ringelheim GmbH & Co. KG: Kaum Anlagevermögen und rückläufige Bilanzsumme – Anzeichen für begrenzte operative Aktivität