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TGI AG Warnung der Liechtensteiner Finanzmarktaufsicht

„Jetzt nicht warten – Anleger müssen schnell handeln“

Ein Interview mit Rechtsanwalt Jens Reime zur Warnung vor der Firma TGI AG aus Liechtenstein


Frage: Herr Reime, die Finanzaufsicht in Liechtenstein (FMA) warnt vor der Firma TGI AG. Was bedeutet das für Menschen, die dort Geld investiert haben?

Antwort:
Die Warnung ist ein ernstes Zeichen. Die Firma TGI AG hat keine Erlaubnis, Finanzgeschäfte in Liechtenstein zu machen. Sie wird nicht von der Behörde kontrolliert. Wer dort Geld angelegt hat, ist nicht geschützt. Es kann also sein, dass man sein Geld verliert.


Frage: Was sollen Betroffene jetzt tun?

Antwort:
Ganz wichtig: Schnell handeln! Ich empfehle diese Schritte:

  1. Alle Unterlagen sammeln – also Verträge, E-Mails, Quittungen und Kontoauszüge.

  2. Nachfragen, wo das Gold wirklich ist – ist es da, wo es sein soll? Gibt es Beweise?

  3. Kein Geld mehr überweisen – lieber erst die Lage klären.

  4. Fristen prüfen – vielleicht kann man den Vertrag noch kündigen.

  5. Anwalt fragen – am besten einen, der sich mit solchen Fällen auskennt.


Frage: Viele denken, Gold sei sicher. Stimmt das?

Antwort:
Gold kann sicher sein – aber nur, wenn man es wirklich besitzt oder in einem geprüften Lager aufbewahren lässt. Wenn die Firma aber nicht ehrlich ist, kann das Gold verschwinden. Und wenn die Firma pleitegeht, ist das Geld oft weg. Deshalb sollte man nur bei geprüften Anbietern kaufen.


Frage: Wie kann man solche unseriösen Firmen vorher erkennen?

Antwort:
Man sollte immer prüfen, ob die Firma bei einer Finanzaufsicht gemeldet ist – zum Beispiel in Deutschland bei der BaFin oder in Liechtenstein bei der FMA. Auch wichtig: Achtung bei großen Versprechen, hohen Gebühren oder wenn man unter Druck gesetzt wird, schnell zu unterschreiben.


Frage: Was können Betroffene tun, wenn sie jetzt merken, dass sie vielleicht betrogen wurden?

Antwort:
Nicht abwarten! Alle Unterlagen sammeln, mit einem Anwalt sprechen und keine weiteren Zahlungen machen. Vielleicht kann man noch Geld zurückholen – zum Beispiel, wenn die Firma gegen Gesetze verstoßen hat. Aber dafür braucht man Beweise.

Frage: Gibt es noch andere Stellen, die helfen können?

Antwort:
Ja. Man kann sich bei der FMA in Liechtenstein melden oder bei Verbraucherzentralen in Deutschland. Aber: Wer sein Geld zurückholen will, braucht meistens die Hilfe von einem Anwalt.

Tipp von Jens Reime:

„Wenn eine Behörde warnt, ist das ein Alarmsignal. Wer betroffen ist, sollte jetzt handeln – nicht später.“

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