1. Stärkere Regelungen für Online-Shopping und digitale Dienste
-
Dark Patterns verboten: Viele Plattformen dürfen keine manipulativen Design-Tricks (z. B. versteckte Kündigungsschaltflächen oder irreführende Buttons) mehr einsetzen.
-
Einfache Kündigung von Abos: In Deutschland müssen Online-Verträge jetzt genauso einfach kündbar sein wie sie abgeschlossen wurden – oft mit nur einem Klick.
-
Digitale Produkte mit Mängelhaftung: Auch für Apps, Streamingdienste oder Software gilt jetzt eine gesetzliche Gewährleistungspflicht von zwei Jahren.
2. Nachhaltigkeits-Label und Greenwashing
-
Schärfere Regeln gegen Greenwashing: Unternehmen dürfen nur noch dann Umweltversprechen machen (z. B. „klimaneutral“), wenn diese auch transparent und nachprüfbar sind.
-
EU-weite Produktkennzeichnung: Es laufen Pilotprojekte für ein „digitales Produktpass-System“, das Auskunft über Herkunft, Reparierbarkeit, CO₂-Fußabdruck u. a. geben soll.
3. Künstliche Intelligenz & Verbraucherschutz
-
AI Act der EU: Verbraucher sollen besser vor Risiken durch KI-Systeme geschützt werden – z. B. bei Gesichtserkennung, Kreditwürdigkeitsprüfung oder personalisierter Werbung.
-
Kennzeichnungspflicht für KI-generierte Inhalte: Erste Plattformen müssen künftig anzeigen, wenn Inhalte durch KI erstellt wurden.
4. Finanz- und Datensicherheit
-
Kryptowerte & Verbraucherschutz: Neue EU-Verordnung (MiCA) soll Verbraucher besser beim Kauf von Kryptowährungen schützen.
-
Datenschutz & personalisierte Werbung: Mehr Kontrolle für Nutzer darüber, wie ihre Daten verwendet werden, etwa durch verpflichtende „Privacy Dashboards“.
5. Klagerechte & Sammelklagen
-
Seit 2023 gilt in Deutschland das Verbraucherrechtedurchsetzungsgesetz, mit dem Verbraucherschutzverbände Sammelklagen einfacher einreichen können – z. B. bei Abgas-Skandalen oder Flugstornierungen.