Eine Tasse Kaffee am Morgen kann nicht nur wach machen, sondern auch die Stimmung heben. Das zeigt eine gemeinsame Studie der Universität Bielefeld und der britischen University of Warwick.
Kaffee macht glücklicher
Regelmäßige Kaffeetrinker berichteten in den Befragungen, dass sie sich nach ihrer morgendlichen Tasse glücklicher, enthusiastischer und positiver gestimmt fühlten. An Tagen, an denen sie zur gleichen Zeit keinen Kaffee tranken, war ihre Laune hingegen merklich schlechter.
Wirkung auf das Gehirn
Die Forschenden führen diesen Effekt auf das enthaltene Koffein zurück. Es blockiert im Gehirn sogenannte Adenosin-Rezeptoren, die normalerweise Müdigkeit signalisieren. Durch die Hemmung wird die Ausschüttung anregender Botenstoffe wie Dopamin und Noradrenalin gefördert – was sich wiederum positiv auf die Stimmung auswirkt.
Schutz vor schlechter Laune
Neben gesteigerter Wachheit könne Kaffee auch negative Emotionen wie Traurigkeit, Ärger oder Gereiztheit abmildern. Damit sei das Getränk nicht nur ein Wachmacher, sondern auch ein potenzieller „Stimmungsaufheller“ im Alltag, heißt es in der Untersuchung.
Kein Ersatz für gesunden Lebensstil
Die Wissenschaftler betonen jedoch, dass Kaffee keine dauerhafte Lösung gegen schlechte Laune sei. Ausreichender Schlaf, Bewegung und eine ausgewogene Ernährung bleiben entscheidend für das Wohlbefinden. Kaffee könne diese Faktoren zwar kurzfristig ergänzen – aber nicht ersetzen.
Hintergrund
Die Ergebnisse fügen sich in eine Reihe internationaler Studien, die den positiven Einfluss von moderatem Kaffeekonsum auf Psyche und Gesundheit untersuchen. Schätzungen zufolge trinken in Deutschland rund drei von vier Erwachsenen täglich Kaffee – meist am Morgen.