Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt eindringlich vor den Websites ma-banco.com und hauptstadtbank.com. Auf beiden Seiten werden unter den Namen MA BANCO und Hauptstadt Bank Bankdienstleistungen angeboten – jedoch ohne jegliche aufsichtsrechtliche Erlaubnis.
Tatsächlich existiert in Deutschland kein Kreditinstitut mit diesen Bezeichnungen, auch wenn auf den Websites ein professioneller Eindruck erweckt wird. Die angeblich in Helsinki ansässige MA BANCO ist nicht berechtigt, auf dem deutschen Finanzmarkt tätig zu sein – weder eigenständig noch im Rahmen des Europäischen Passes, der regulierten Finanzinstituten aus dem EU/EWR-Raum den grenzüberschreitenden Dienstleistungsverkehr erlaubt.
Besonders auffällig: Die nun erneut aufgegriffenen Seiten weisen nahezu identische Inhalte und Strukturen auf wie bereits bekannte betrügerische Seiten, namentlich mabanco.com, fe-bank.com und bancottimo.com, vor denen die BaFin bereits am 2. September 2024 und 14. März 2025 gewarnt hatte.
Die BaFin stellt klar: Diese Anbieter sind nicht autorisiert, in Deutschland Bankgeschäfte, Finanz- oder Wertpapierdienstleistungen zu erbringen. Solche Aktivitäten erfordern eine ausdrückliche behördliche Genehmigung gemäß dem Kreditwesengesetz (KWG). Ob ein Unternehmen über eine entsprechende Zulassung verfügt, kann über die öffentliche Unternehmensdatenbank der BaFin überprüft werden.
Die aktuelle Warnung der BaFin stützt sich auf § 37 Absatz 4 KWG und unterstreicht erneut, wie wichtig es ist, sich vor Finanzgeschäften umfassend über den Anbieter zu informieren.
Fazit:
Anlegerinnen und Anleger sollten bei Angeboten von ma-banco.com und hauptstadtbank.com äußerste Vorsicht walten lassen. Hinter professionell gestalteten Websites können sich unlizensierte oder betrügerische Anbieter verbergen. Wer unsicher ist, sollte im Zweifel keine Zahlungen leisten und sich direkt an die BaFin oder eine Verbraucherzentrale wenden.