Im Unstrut-Hainich-Kreis und im Kreis Gotha sorgt derzeit eine Serie von dreisten Diebstählen in digitalen 24-Stunden-Dorfläden für Aufsehen. Betroffen sind die Filialen in Altengottern, Grabe und Burgtonna, die rund um die Uhr geöffnet und weitgehend automatisiert betrieben werden.
Der jüngste Vorfall ereignete sich in der Nacht zu Dienstag im Dorfladen von Grabe. Wie Ortsteilbürgermeister Karsten Lutze (CDU) mitteilte, zeigen Überwachungskameras, wie mehrere unbekannte Täter beutelweise hochwertige Lebensmittel aus dem Laden tragen, ohne den Bezahlvorgang an der Selbstbedienungskasse auszuführen. Die Täter wirkten dabei gut vorbereitet und handelten schnell und gezielt.
In Altengottern kam es bereits zwischen dem 2. und 18. Juli zu einer Reihe ähnlicher Vorfälle. Auch hier lieferte die Videoüberwachung klare Hinweise: Immer derselbe Mann betrat den Laden mehrfach, um Lebensmittel im Gesamtwert von über 1.000 Euro zu entwenden. Laut Polizei ist der Verdächtige bereits polizeibekannt, gegen ihn wird wegen mehrfachen Diebstahls ermittelt.
Der dritte betroffene Standort ist Burgtonna. Hier liegen bislang nur wenige Informationen vor, doch die Polizei vermutet, dass die Taten möglicherweise im Zusammenhang stehen.
Digitale Dorfläden wie diese sind in ländlichen Regionen ein wichtiges Angebot, um die Nahversorgung rund um die Uhr sicherzustellen. Sie setzen stark auf Vertrauen und Selbstbedienung, was sie jedoch – wie die aktuellen Fälle zeigen – auch anfällig für gezielten Diebstahl macht.
Die Polizei bittet nun dringend um Zeugenhinweise zu verdächtigen Beobachtungen rund um die betroffenen Geschäfte. Gleichzeitig wird geprüft, ob zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen wie verstärkte Videoüberwachung oder Zutrittskontrollen eingeführt werden müssen, um künftige Vorfälle zu verhindern.